Ebling: Rheinland-Pfalz setzt den Hochschulpakt erfolgreich um

Als einziges westdeutsches Flächenland hat Rheinland-Pfalz bisher seine Ziele im Hochschulpakt 2020 erfüllt. "Unsere Hochschulen haben nach den jetzt vorliegenden vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes die mit den Hochschulen in einem gemeinsamen Planungsprozess erarbeiteten Zielvorgaben beim Ausbau des Studienplatzangebots in 2007 nicht nur erreicht, sondern weit übertroffen", bilanzierte Wissenschaftsstaatssekretär Michael Ebling anlässlich der Sitzung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern in Berlin. Das aktuelle Studienplatzangebot liege um fast 100 Prozent über der landesintern vereinbarten Zielmarke für das Studienjahr 2007. "Rheinland-Pfalz hat damit seine Gesamtverpflichtung bis zum Jahr 2010 schon zu fast 30 Prozent erfüllt", unterstrich Ebling.

16.07.2008 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Bund und Länder haben sich darauf verständigt, im Rahmen des Hochschulpakts die Ausbildungskapazitäten der Hochschulen spürbar zu steigern. Auf dieser Grundlage haben sich die Länder verpflichtet, von 2007 bis 2010 insgesamt 91.370 zusätzliche Studienanfängerinnen und -anfänger gegenüber dem Jahr 2005 aufzunehmen. Der in der Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern im Herbst 2007 verabredete Verteilungsschlüssel weist aus, dass Rheinland-Pfalz in den Jahren 2007 bis 2010 insgesamt rund 5.800 Studienanfängerinnen und Studienanfänger im ersten Hochschulsemester mehr aufnimmt als im Studienjahr 2005. Dafür stellt der Bund Rheinland-Pfalz bis 2010 rund 28 Millionen Euro zur Verfügung. Rheinland-Pfalz gewährleistet eine Kofinanzierung in gleicher Höhe.

Die Hochschulen im Land hatten gemeinsam mit dem Ministerium das Ziel formuliert, im Studienjahr 2007 (Sommersemester 2007 und Wintersemester 2007/2008) landesweit 824 Studienanfängerinnen und Studienanfänger im 1. Hochschulsemester mehr aufzunehmen als im Basisstudienjahr 2005. Tatsächlich aufgenommen wurden nach den jetzt vorliegenden endgültigen Zahlen des Statischen Landesamtes Rheinland-Pfalz insgesamt 1.687 neue Studierende – und damit mehr als doppelt so viele wie geplant. "Dies zeigt, wie attraktiv unsere Hochschulen für Studierende sind", kommentierte der Staatssekretär und ergänzte: "Ich bin davon überzeugt, dass das kontinuierliche Engagement der rheinland-pfälzischen Hochschulen für ein qualitativ hochwertiges Studienangebot sich auch für den Hochschulpakt auszahlen wird."

1.433 der zusätzlichen Studienanfängerinnen und -anfänger haben sich im Studienjahr 2007 an den Universitäten in Rheinland-Pfalz neu eingeschrieben, 254 waren es an den Fachhochschulen im Land. Bei den Universitäten liegt der Schwerpunkt des Zuwachses in den Fächergruppen Mathematik und Naturwissenschaften. Bei den Fachhochschulen gab es in dieser Fächergruppe ebenfalls ein großes Plus, den größten Zuwachs verzeichnet dieser Hochschultyp in der Fächergruppe Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Insgesamt geht mit dem Hochschulpakt ein spürbarer Stellenzuwachs an den Hochschulen einher. Im Jahr 2007 wies das Land den Hochschulen insgesamt 86,5 zusätzliche Stellen zu, im laufenden Jahr sind es weitere 84 Stellen. Rund 150 dieser mehr als 190 Stellen liegen im wissenschaftlichen Bereich, darunter sind 40 Professuren. Darüber hinaus werden dem Wissenschaftsbereich über das Sondervermögen des Landes Wissen schafft Zukunft II ab 2009 bis 2013 rund 200 zusätzliche Stellen bereitgestellt werden. Diese Stellen sollen vorrangig für die Grundausstattung, insbesondere zur Verbesserung der Betreuungsrelationen in der Lehre, zur Verfügung stehen. Auch hiermit sichere das Land die Verpflichtung finanziell ab, einer steigenden Zahl von Studienberechtigten ein qualitativ hochwertiges Hochschulstudium zu ermöglichen, betonte Ebling.


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