Baden-Württemberg

Ein Drittel mehr Studierende als vor zehn Jahren

Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Landesamts wurden an baden-württembergischen Hochschulen im Wintersemester 2013/14 fast 350 000 Studierende eingeschrieben. Das sind nahezu 6 Prozent bzw. 20 000 Studierende mehr als im letzten Wintersemester mit rund 330 000.

25.11.2013 Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Seit dem Wintersemester 2007/08 steigen die Studierendenzahlen jährlich um durchschnittlich gut 7 Prozent. In den Jahren davor lag die durchschnittliche Steigerungsrate bei unter 3 Prozent. Vor zehn Jahren studierten noch mit gut 230 000 eingeschriebenen Studierenden ein Drittel weniger Menschen an den Hochschulen des Landes.

Im Wintersemester 2013/14 nahmen knapp 66 000 Personen in Baden-Württemberg ein Studium auf. Vor zehn Jahren, also im Wintersemester 2003/04 waren es noch gut 43 000 Studienanfänger. Damit hat sich die jährliche Anzahl der Studienanfänger innerhalb von zehn Jahren um ein gutes Drittel erhöht. Unter den Erstimmatrikulierten waren gut 31 500 Frauen und gut 34 000 Männer. Der Anteil weiblicher Studienanfänger stieg damit auf über 48 Prozent.

Innerhalb eines Jahres kam es an allen Hochschularten zu einem Anstieg der Studierendenzahlen. Den höchsten Zuwachs erfuhren die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (ehemals Fachhochschulen) mit 6,6 Prozent. An ihnen sind mittlerweile über 100 000 Studierende eingeschrieben. Auch an den Pädagogischen Hochschulen haben sich mit 25 510 Studierenden im laufenden Semester über 6 Prozent mehr Personen immatrikuliert als im Vorjahr. Rund 33 000 Personen sind an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg eingeschrieben – gut 6 Prozent mehr als im Wintersemester 2012/13. Damit ist die Duale Hochschule Baden-Württemberg erneut die größte Hochschule des Landes. Ein Plus von 5,6 Prozent auf gut 178 000 immatrikulierte Studierende verzeichnen die Universitäten in Baden-Württemberg.

An den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften der Verwaltung (ehemals Verwaltungsfachhochschulen) stieg die Studierendenzahl um 1,2 Prozent. Im langjährigen Vergleich ist es eigentlich die Duale Hochschule Baden-Württemberg, die die höchste Steigerungsrate bei den Studierenden aufweist. Sie ist seit dem Wintersemester 2003/04 (noch als "Berufsakademie" ohne Hochschulstatus) um fast zwei Drittel (knapp 66 Prozent) gewachsen. Im gleichen Zeitraum haben die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (gut 60 Prozent) ebenfalls stark zugelegt. Die Universitäten weisen mit knapp 33 Prozent mehr Studierenden eine halb so starke Steigerungsrate auf. Die Anzahl der Studierenden an den Kunsthochschulen wuchs seit 2003/04 um knapp 16 Prozent.

Die Studierendenzahlen an den HAW der Verwaltung sind in den letzten zehn Jahren um ein Viertel (24 Prozent) gesunken. Das hängt damit zusammen, dass die Verwaltungsfachhochschule der Bundesagentur für Arbeit in Mannheim zwischenzeitlich in eine Private Fachhochschule umgewandelt wurde. Hinweis: Die jetzt vorgelegten Zahlen sind vorläufige Eckwerte, die die Hochschulen als "Schnellmeldung" an das Statistische Landesamt geliefert haben. Die abschließenden Zahlen liegen erst im Sommer 2014 vor.


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