Ein Meilenstein auf dem Weg zur Neuordnung der Universität Frankfurt
Mit Kosten von brutto rund 70 Millionen Euro gehört der Neubau für Physik auf dem Campus Riedberg der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt zu den größten Investitionsvorhaben im Hochschulressort des Landes.
22.06.2005 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und KunstWissenschaftsminister Udo Corts sprach bei der offiziellen Schlüsselübergabe heute von einem "Meilenstein" auf dem Weg zu einer umfassenden baulichen Neuordnung der Universität: "Die Physik wird damit Teil des Campus Riedberg, dessen Stellenwert sich nicht in der Addition der hier angesiedelten und noch hinzukommenden Einzeldisziplinen erschöpft, sondern der in der fachübergreifenden Zusammenarbeit seine eigentliche Wirkung entfalten wird." Der Minister bekräftigte das Ziel des Landes, bis zur 100-Jahr-Feier der Universität 2014 das voraussichtlich rund 600 Millionen Euro teure Gesamtprojekt zu verwirklichen, zu dem auch Neubauten für das Geozentrum, das zentrale Hörsaalzentrum und die naturwissenschaftliche Bereichsbibliothek gehören. Die Landesregierung, so der Minister, stelle damit unter Beweis, dass die Modernisierung des Bildungslands Hessen für sie auch in finanziell schwierigen Zeiten ein zentrales Anliegen bleibe.
Die Frankfurter Physik repräsentiert nach den Worten von Minister Corts in Deutschland den international führenden Physik-Fachbereich. So seien in den vergangenen 30 Jahren weltweit 60 Absolventen auf renommierte Professuren berufen worden. Sieben spätere Nobelpreisträger für Physik haben in Frankfurt studiert oder gewirkt. Seinen herausragenden Ruf habe der Fachbereich trotz räumlicher Zersplitterung auf drei Standorte in der Stadt und Unterbringung in nicht mehr zeitgemäßen Räumen erworben. In gewisser Weise honoriere das Land also diese Leistungsbereitschaft und die damit verbundenen wissenschaftlichen Erfolge mit dem Neubau, sagte Minister Corts. Er verwies außerdem auf den kürzlich vereinbarten Hochschulpakt, der den Universitäten insgesamt finanzielle Planungssicherheit bis 2010 biete. "Ich bin sicher, dass sich die Hochschulen unter solchen Rahmenbedingungen erfolgreich im Wettbewerb behaupten können. Im Gegenzug erwarte ich eine deutliche Verstärkung der Bemühungen um höhere Absolventenzahlen, kürzere Studiendauer, den Ausbau von Partnerschaften und besonders die Weiterentwicklung von Verfahren zur internen und externen Leistungskontrolle."
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