"Ein überragender Vertreter seines Faches"
Für seine Lebensleistung als Integrationsfigur und Repräsentant der deutschen Archäologie und sein bedeutendes internationales Wirken ist Prof. Dr. Siegmar von Schnurbein mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt worden.
31.10.2006 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und KunstDer Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard, überreichte die Auszeichnung bei der Verabschiedung Prof. Schnurbeins als Direktor der Römisch Germanischen Kommission im Frankfurter Rathaus Römer. "Sie gehören zu den überragenden Vertretern Ihres Faches und genießen im In- und Ausland höchste Anerkennung", sagte der Staatssekretär. Mit dem so genannten Frankfurter Modell habe Prof. Schnurbein die Zertifizierung von Grabungstechniken begründet und damit einen entscheidenden Schritt zur Hebung archäologischer Standards getan. Unter den zahlreichen Aktivitäten des Wissenschaftlers zur Förderung der internationalen Zusammenarbeit hob der Staatssekretär dessen Engagement bei der archäologischen Erschließung ehemals ostpreußischer Gebiete im Raum Kaliningrad (Königsberg) hervor. "Diesen höchst erfolgreichen Bemühungen kommt gerade in dieser Zeit des europäischen Zusammenwachsens größte wissenschafts- und kulturpolitische Bedeutung zu."
Prof. Dr. Siegmar von Schnurbein, 1941 in Blankenburg im Harz geboren, studierte in Tübingen und München Geschichte und Archäologie. Er promovierte 1970 mit einer Doktorarbeit im damals noch jungen Fach der Archäologie Römischer Provinzen, und habilitierte sich 1981 an der Frankfurter Goethe-Universität. Seit 1981 leitete er als Zweiter und seit 1990 als Erster Direktor die Römisch-Germanische Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts in Frankfurt am Main. Prof. Schnurbein gehört unter anderem dem Verwaltungsrat des Römisch-Germanischen Zentralmuseums in Mainz an. Er ist auch Präsident des Präsidiums der Deutschen Verbände für Altertumsforschung und Mitglied des Comité Executif der "Union Internationale des Sciences Pré- et Protohistoriques". Ehrenamtliche Gutachtertägikeiten übt er für Universitäten, die Deutsche Forschungsgemeinschaft, den Deutschen Akademischen Austauschdienst, die Alexander von Humboldt-Stfitung und andere Fach-Institutionen aus. Er ist Träger zahlreicher Auszeichnungen und Ehrendoktorwürden in vielen europäischen Ländern.
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