Elektronische Studienplatzvergabe weiter in Warteschleife

Angesichts der noch immer nicht erfolgten Vergabe einer neuen Software für die Hochschulzulassung an deutschen Universitäten erklärt der zuständige Hauptberichterstatter im Haushaltsausschuss Klaus Hagemann:

14.12.2009 Pressemeldung Sozialdemokratische Partei Deutschlands

Das geplante Bewerbungsportal für Studienplätze an den deutschen Hochschulen verzögert sich weiter. Bis heute ist der Auftrag für die Softwareentwicklung dieses Projektes, das eigentlich bereits in 15 Monaten an Universitäten und Fachhochschulen in Betrieb gehen soll, noch nicht einmal vergeben.

Damit droht dem prestigeträchtigen Softwarevorhaben wenige Tage nach dem IT-Gipfel und kurz vor dem Bildungsgipfel der Bundesregierung das gleiche Schicksal wie der elektronischen Gesundheitskarte. Mittlerweile hinkt das Vorhaben den ohnehin ehrgeizigen zeitlichen Vorgaben deutlich hinterher. Die Entscheidung über den Zuschlag soll jetzt im Januar 2010 getroffen werden, lässt das Bundesministerium für Bildung und Forschung auf Nachfragen der SPD im Bundestag verlauten. Allein für die Entwicklung der Software wurde in den Planungen allerdings bereits die jetzt noch verbleibende Zeit veranschlagt - ohne Einführung des Portals an den Hochschulen und ohne vorherigen Testlauf.

Die neuerliche Verzögerung reiht sich nahtlos an bisherige Pleiten, Pech und Pannen: Bei der Einstellung der Bundesmittel für dieses Projekt in den aktuellen Haushalt hatte das Bundesbildungsministerium noch erwartungsfroh mitgeteilt, dass "sich das Ministerium auf Staatssekretärs-Ebene vergewissern konnte, dass die Vorbereitung auf gutem Wege ist und dem geplanten Start zum 1. April 2009 nichts im Wege steht". Eine grandiose Fehleinschätzung wie sich kurze Zeit später zeigte.

Es zeigt sich erneut, dass die Bundesbildungsministerin Schavan angesichts der Proteste der Studierenden noch immer mit leeren Händen dasteht.

www.spdfraktion.de


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