Entwicklungsperspektiven Uni Hamburg: Geprüfte Alternativstandorte zum Kleinen Grasbrook und Eimsbüttel sind nicht geeignet
Im Zuge der im Auftrag der Wissenschaftsbehörde durchgeführten Entwicklungsstudie wurden in Abstimmung mit der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt sowie der Finanzbehörde neben Flächen in Eimsbüttel und dem Kleinen Grasbrook auch verschiedene alternative Standortvorschläge für eventuelle Neubauten der Universität Hamburg untersucht. Sämtliche sieben Alternativen haben sich dabei als für eine Teil- oder Vollverlagerung der Universität ungeeignet erwiesen.
07.04.2009 Pressemeldung Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Hansestadt HamburgDie geprüften potenziellen Standorte und die entsprechenden Untersuchungsergebnisse:
- Wilhelmsburg
Hier wurden zwei Standorte geprüft: Südlich der Wilhelmsburger Reichsstraße im Norden der Elbinsel (zu klein) sowie südlich und nördlich der Neuenfelder Straße. Die letztgenannten Flächen wären zwar groß genug für eine Teilverlagerung der Universität, werden jedoch bereits für die IGS (Internationale Gartenschau) und die IBA (Internationale Bauausstellung) im Jahr 2013 genutzt und sollen nach deren Abschluss als Parkflächen für die Bevölkerung erhalten bleiben. - City Nord Ostbr> Die dortigen Flächen reichen nicht aus, um die Universität aufzunehmen.
- Trabrennbahn Bahrenfeldbr> Die flächenmäßig für eine Aufnahme von Teilen der Universität Hamburg zumindest grundsätzlich geeignete Trabrennbahn ist bereits für eine Veräußerung an Wohnungsbauinvestoren vorgesehen, um damit einen Beitrag zur Finanzierung anderer städtischer Projekte zu leisten (Überdeckelung A7 und kombinierte Trab- und Galopprennbahn in Horn). Neben der peripheren Lage bietet die Trabrennbahn zudem kaum mehr Baufläche als an der Bundesstraße.
- Rothenburgsortbr> Der ehemalige Containerbahnhof in Rothenburgsort bietet für eine Teil- oder Vollverlagerung der Universität Hamburg keine ausreichenden Flächen.
- Östliche HafenCity (Elbbrückenzentrum)br> Im Masterplan HafenCity ist hier die Errichtung von Bürogebäuden mit sehr hohen erwarteten Grundstückserlösen vorgesehen. Eine Änderung der Nutzung würde zu erheblichen finanziellen Nachteilen für das Sondervermögen Stadt und Hafen führen, so dass die Flächen für Universitätszwecke nicht in Betracht kommen.
- Güterbahnhof Altonabr> Auch wenn diese Fläche genügend Raum für eine Teilverlagerung der Universität bietet, scheidet diese Option aus, da drei unterschiedliche Teileigentümer und deren spezifische Interessen eine verlässliche Zeitplanung für die Universitätsentwicklung ausschließen.
- Universitätsklinikum Eppendorf (UKE)br> Die Nutzung freiwerdender Flächen des UKE für die Errichtung von Life-Science-Bereichen der Universität (z.B. Chemie, Biologie), die in einer synergetischen Beziehung zu den vorhandenen medizinischen Disziplinen stehen, würde eine weitere räumliche Zergliederung der Universität Hamburg bedeuten und scheidet daher als Option aus.
Weitere Details hierzu können Kapitel 3 (ab Seite 96) der Langfassung der Entwicklungsstudie entnommen werden. Die Langfassung steht auf www.bwf.hamburg.de zum Download bereit.
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