Erstmals mehr als 80 000 Beschäftigte an den Hochschulen des Landes

An den Hochschulen des Landes Baden-Württemberg waren 2007*) insgesamt rund 80 200 Personen beschäftigt (ohne studentische Hilfskräfte). Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes waren das 5 Prozent oder rund 3 500 Personen mehr als im Vorjahr. Damit setzte sich der positive Trend der letzten Jahre beim Hochschulpersonal verstärkt fort und es wurde erstmals die Schwelle von 80 000 Beschäftigten überschritten. Vor 10 Jahren arbeiteten an den Hochschulen des Landes noch 69 100 Personen. Besonders im wissenschaftlichen (einschließlich künstlerischen) Bereich war gegenüber dem Vorjahr ein überdurchschnittlicher Zuwachs von fast 7 Prozent auf 41 300 Personen zu beobachten. Im Dienstleistungsbereich, zu dem beispielsweise das technische Personal, das Verwaltungs- und Pflegepersonal, die Auszubildenden oder das Bibliothekspersonal gehören, fiel die Zunahme mit 2 Prozent auf 38 900 Personen dagegen deutlich niedriger aus. Auch langfristig gesehen sind die Wissenschaftler an den Hochschulen immer stärker vertreten. So nahm deren Zahl seit 1998 um fast 10 000 oder 31 Prozent zu, während im Dienstleistungsbereich nur 1 300 mehr Beschäftigte gezählt wurden (+4 Prozent).

03.09.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Die deutlich höhere Zahl an Wissenschaftlern seit 1998 geht zum großen Teil auf die nebenberuflich Beschäftigten und die Teilzeitbeschäftigten zurück. Von den insgesamt 41 300 Wissenschaftlern waren Ende vergangenes Jahr fast 15 100 oder 36 Prozent nebenberuflich tätig. Dies sind vor allem Lehrbeauftragte, Privatdozenten, Honorar- oder Gastprofessoren sowie wissenschaftliche Hilfskräfte, die noch einer weiteren Hauptbeschäftigung innerhalb oder außerhalb der Hochschule nachgehen. Von den 26 200 hauptberuflichen Wissenschaftlern wiederum war fast jeder Dritte teilzeitbeschäftigt. Insgesamt waren demnach 57 Prozent der Wissenschaftler entweder teilzeitbeschäftigt oder nebenberuflich tätig und lediglich 43 Prozent vollzeitbeschäftigt. Vor 10 Jahren bildete die Gruppe der Vollbeschäftigten mit 54 Prozent Anteil noch die Mehrheit. Im Dienstleistungsbereich erreichten die Teilzeitbeschäftigten und nebenberuflich Tätigen einen Anteil von 38 Prozent, der Anteil der Vollzeitbeschäftigten betrug rund 62 Prozent.

Von den insgesamt 80 200 Beschäftigten gingen allein 29 600 Frauen und Männer (37 Prozent) einer Tätigkeit an einer der fünf Hochschulkliniken nach und 34 800 Personen (43 Prozent) einer an den neun staatlichen Universitäten. Daneben spielten nur noch die Fachhochschulen mit rund 10 500 Beschäftigten (13 Prozent) eine größere Rolle. An den Pädagogischen Hochschulen (2 610), Kunst- (1 680) und Verwaltungsfachhochschulen (606) sowie Privaten Wissenschaftlichen Hochschulen (389) waren demgegenüber vergleichsweise wenige Personen beschäftigt.

Im Jahr 2007 lehrten insgesamt 5 357 Professoren und Professorinnen an den baden-württembergischen Hochschulen, das waren 112 oder 2 Prozent mehr als im Vorjahr. Überdurchschnittlich stark hat dabei die Zahl der Professorinnen um 83 auf 780 zugenommen (+12 Prozent). Damit setzte sich der seit längerem zu beobachtende Aufwärtstrend bei den Professorinnen weiter fort, wodurch sich deren Anteil seit 1998 von 8 auf knapp 15 Prozent fast verdoppelte. Knapp 43 Prozent der Professorinnen und Professoren (2 278 Personen) lehrten an den Universitäten, weitere 41 Prozent an den Fachhochschulen des Landes.

*) Stichtag 01. Dezember.


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