Europäisches Technologieinstitut auf sichere Beine stellen

"Nur mit den deutschen Bundesländern gemeinsam, die die Infrastruktur an Hochschulen direkt vor Ort fördern und unterhalten, kann das Europäische Technologieinstitut erfolgreich etabliert werden. Bei den Debatten um dieses Institut dürfen die Regionen nicht außen vor bleiben." Dies sagte der Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, Professor Dr. Peter Frankenberg, am 26. April in Würzburg. Als Vertreter der 16 Wissenschaftsminister sprach sich Frankenberg bei der Sitzung des Informellen Wettbewerbsrats aller europäischen Forschungsminister für einen Europäischen Forschungsraum der Regionen aus.

26.04.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Folgende Eckpunkte sollen nach Frankenberg für die Gründung des Europäischen Technologieinstituts (ETI) gelten:

  • die Finanzierung durch die Wirtschaft und andere nichtstaatliche Geldgeber muss in ausreichendem Maße gesichert sein.
  • Das ETI soll mit maximal zwei Pilotprojekten starten. Erst bei erfolgreicher Umsetzung dieser Pilotprojekte kann über einen weiteren Ausbau gesprochen werden.
  • Zukunftsweisende EU-Forschungsprojekte, die nicht Teil des ETI sind, dürfen durch die Gründung des ETI nicht von der Förderung ausgeschlossen werden.

Die EU-Kommission hat am 18. Oktober 2006 einen Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Einrichtung des Europäischen Technologieinstituts vorgelegt. Hauptziel der Förderung ist die Erhöhung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit Europas im Vergleich mit den USA und Japan, insbesondere in Bezug auf die engere Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Das ETI soll aus "Knowledge and Innovation Communities (KIC)", die eine Durchschnittsgröße von 500 Stellen für Forschungspersonal und 500 Stellen für technisches und Verwaltungspersonal haben, bestehen. Neben der Forschung soll sich das Europäische Technologieinstitut auch der Ausbildung widmen. Geschätzt wird, dass damit europaweit rund 600 Masterstudierende und 400 Promovierende betreut werden können.


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