Exzellenzinitiative von Bund und Ländern: Rheinland-Pfälzische Universitäten konnten Gutachter im ersten Anlauf nur bedingt überzeugen

Die rheinland-pfälzischen Universitäten konnten die Gutachter der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern im ersten Anlauf nur bedingt überzeugen.

20.01.2006 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, Rheinland-Pfalz (bis 11/06)

Die Gemeinsame Kommission, bestehend aus der Fachkommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Strategiekommission des Wissenschaftsrats, wird die Johannes Gutenberg-Universität Mainz auffordern, einen vollständigen Antrag zur Gründung einer Graduiertenschule im Bereich der Materialwissenschaften einzureichen. Nicht berücksichtigt wurden in der ersten Runde die Antragsskizzen der Universitäten Kaiserslautern, Koblenz-Landau und Trier. Dies teilten DFG und Wissenschaftsrat (WR) heute Abend bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Bonn mit.

Professor Dr. E. Jürgen Zöllner, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, bedauerte das Ergebnis. "Ich hätte mir selbstverständlich ein besseres Abschneiden gewünscht", sagte er. Man müsse aber akzeptieren, dass die Gemeinsame Kommission andere Bewerbungen noch einen Tick besser bewertet habe.

Er vertrat die Auffassung, dass jedoch schon die Teilnahme an diesem Wettbewerb für die Antragsteller mit einem erheblichen Image- und Erkenntnisgewinn verbunden sei. "Deswegen muss sich auch niemand von dieser Entscheidung demotivieren lassen", sagte der Minister.

Gerade wegen des insgesamt nicht zufrieden stellenden Ausgangs sei es wichtig, dass Rheinland-Pfalz im vergangenen Jahr ein eigenes Exzellenzprogramm zur Förderung herausragender Leistungen in Forschung und Nachwuchsförderung gestartet habe. "Es trägt ohne Wenn und Aber dazu bei, die Ausgangsposition der rheinland-pfälzischen Universitäten im weiteren Wettbewerb zu verbessern". Deswegen werden wir dieses Programm sehr engagiert fortführen", kündigte Zöllner an.

Bundesweit waren 292 Antragsskizzen für die erste und zweite Förderlinie (Graduiertenschulen und Exzellenzcluster) und 27 Vorschläge für die dritte Förderlinie (Zukunftskonzepte zur universitären Spitzenforschung) eingegangen.

Aus Rheinland-Pfalz hatten die Technische Universität (TU) Kaiserslautern eine Antragsskizze einer Graduiertenschule und eines Exzellenzclusters, die Universität Koblenz-Landau die Antragsskizze einer Graduiertenschule, die Johannes Gutenberg-Universität Mainz zwei Antragsskizzen für eine Graduiertenschule, drei Skizzen für ein Cluster und eine Skizze für die dritte Förderlinie sowie die Universität Trier für ein Cluster eingereicht. Außerdem waren die TU Kaiserslautern und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz Mitantragsteller bei Hochschulen anderer Länder.

Für die rheinland-pfälzischen Universitäten, die die erste Hürde nicht genommen haben, besteht jedoch die Möglichkeit, bis April ihre optimierten Anträge erneut einzureichen - dies auch vor dem Hintergrund, dass die Gutachten, die ihnen in den nächsten Tagen zugehen werden, die positiven und negativen Aspekte der vorgelegten Skizzen aufzeigen. Die Entscheidung darüber treffen die Hochschulen autonom.


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