Mecklenburg-Vorpommern

Fachhochschule Stralsund hat Klage zur Anerkennung des Diploms eingereicht

Bildungs- und Wissenschaftsminister Mathias Brodkorb setzt sich für die Anerkennung des Diploms ein. Laut Landeshochschulgesetz können Studierende nach einem abgeschlossenen Studium anstelle des Bachelor- bzw. Mastergrades einen Diplomgrad erhalten. Der Akkreditierungsrat der Stiftung zur Akkreditierung von Studiengängen hat jedoch beschlossen, dass Bachelor- und Masterstudiengängen, die optional die Vergabe eines Diplomgrades vorsehen, nicht akkreditierungsfähig seien bzw. ihnen die Akkreditierung zu entziehen sei.

03.07.2014 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern

"Die Landesregierung hat sich das Ziel gesetzt, alle politisch und rechtlich notwendigen Schritte zur Anerkennung des Diploms zu beschreiten", betonte Bildungs- und Wissenschaftsminister Mathias Brodkorb. "Ich bin der Auffassung, dass die landesrechtlichen Regelungen auch vom Akkreditierungsrat und den privaten Akkreditierungsagenturen zu akzeptieren sind. Es ist nicht akzeptabel, dass der Akkreditierungsrat glaubt, sich über die demokratischen Beschlüsse eines Parlaments hinwegsetzen zu dürfen", so Brodkorb.

Die Fachhochschule Stralsund hat beim Verwaltungsgericht Greifswald Klage gegen die Entscheidung der Akkreditierungsagentur eingereicht. "Diesen Weg hat die Fachhochschule Stralsund nicht leichtfertig eingeschlagen. Vielmehr ist dieser Entscheidung ein langer Weg mit vielen Gesprächen vorausgegangen", erläuterte der Minister. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur werde die Fachhochschule Stralsund während des Verfahrens auch finanziell unterstützen.

"Ich möchte es den Studierenden in Mecklenburg-Vorpommern ermöglichen, in einem akkreditierten ´Bologna-Studiengang` zu studieren und dabei frei wählen zu können, welche akademische Abschlussbezeichnung sie am Ende führen dürfen: Diplom oder Bachelor beziehungsweise Master", sagte Brodkorb.


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