Fachtagung "Reform der Lehrerausbildung in NRW"

"Mit dem neuen Lehrerausbildungsgesetz ist erreicht, dass in NRW künftig die Ausbildung für die unterschiedlichen Schulstufen gleichwertig sein wird", erklärte der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann vor den etwa 250 Teilnehmern an der VBE-Fachtagung zum neuen Lehrerausbildungsgesetz. "Damit ist das tradierte Denken, die Lehrerausbildung könne umso kürzer sein, je jünger die später zu unterrichtenden Kinder sind, endlich überwunden."

07.10.2009 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

Experten aus der Wissenschaft, den Studienseminaren und Schulen diskutieren derzeit an der Uni Köln über die Neuerungen, die mit der Umsetzung des neuen Gesetzes auf sie zukommen werden. Zu diesen Neuerungen gehört beispielsweise das so genannte Eignungspraktikum, das Lehramtsstudierende künftig absolvieren müssen.

"Wenn dieses Eignungspraktikum mehr sein soll als das Absitzen von Zeit oder das orientierungslose Herumlaufen an einer Schule, dann muss es gut organisiert sein", so Beckmann. "Dazu gehört, dass die Studierenden feste Ansprechpartner an den Schulen vorfinden und diese Ansprechpartner auch Zeit für sie haben. Auch müssen sie entsprechend qualifiziert werden."

Auch das künftige Praxissemester während der ersten Ausbildungsphase stellt die Schulen vor große Herausforderungen.

"Alles in allem kann die neue Form der Lehrerausbildung nur ein Erfolg werden, wenn Universitäten, Studienseminare und Schulen Hand in Hand arbeiten und sich nicht im Streit über Zuständigkeiten zerreiben", so Beckmann. "Und sie kann nur dann ein Erfolg werden, wenn die Landesregierung dafür sorgt, dass in den Schulen die entsprechenden Zeitressourcen vorhanden sind."


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