Fast 77 000 Beschäftigte an Hochschulen des Landes im Jahr 2006

An den Hochschulen des Landes Baden-Württemberg waren zum Stichtag 1. Dezember 2006 insgesamt rund 76 700 Personen beschäftigt (ohne studentische Hilfskräfte). Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes waren das 2 Prozent oder rund 1 500 Personen mehr als im Jahr zuvor.

16.08.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Rund die Hälfte der Beschäftigten war wissenschaftlich oder künstlerisch tätig, die andere Hälfte nahm Aufgaben im Dienstleistungsbereich wahr, wie Verwaltung, Bibliothek, technischer Dienst und Pflegedienst. Damit gab es erstmals mehr Beschäftigte im wissenschaftlich-künstlerischen Bereich als im Dienstleistungsbereich. Vor zehn Jahren betrug der Anteil des Personals in der Verwaltung und sonstigen Dienstleistungen noch etwas mehr als 54 Prozent. 80 Prozent der Personen an den staatlichen Universitäten und Universitätskliniken beschäftigt

Von den insgesamt 76 700 Beschäftigten gingen allein 28 500 Frauen und Männer (37 Prozent) einer Tätigkeit an einer der fünf Hochschulkliniken nach und 33 200 Personen (43 Prozent) an den neun staatlichen Universitäten. Daneben spielten nur noch die Fachhochschulen mit rund 6 700 Beschäftigten (13 Prozent) eine Rolle. An den Privaten Wissenschaftlichen Hochschulen, Pädagogischen, Kunst-, und Verwaltungsfachhochschulen waren demgegenüber vergleichsweise wenig Beschäftigte angestellt.

36 Prozent der 38 600 Wissenschaftler waren nebenberuflich tätig. Dies sind vor allem Lehrbeauftragte, Honorar- oder Gastprofessoren sowie wissenschaftliche Hilfskräfte, die noch einer weiteren Hauptbeschäftigung innerhalb oder außerhalb der Hochschule nachgehen. Von den 24 902 hauptberuflichen Wissenschaftlern wiederum waren 31 Prozent teilzeitbeschäftigt. Insgesamt waren demnach 55 Prozent der Wissenschaftler entweder in Teilzeit beschäftigt oder nebenberuflich tätig und 45 Prozent vollbeschäftigt. Im Dienstleistungsbereich erreichten die Teilzeitbeschäftigten und nebenberuflich Tätigen einen Anteil von 38 Prozent, der Anteil der Vollzeitbeschäftigten betrug rund 62 Prozent. Fast die Hälfte der hauptberuflichen Wissenschaftlerinnen arbeitet Teilzeit

Die Teilzeitbeschäftigung wird überwiegend von Frauen genutzt. Von den hauptberuflich tätigen Wissenschaftlerinnen arbeiteten fast die Hälfte in Teilzeit, von den Wissenschaftlern dagegen nur 23 Prozent. Im Dienstleistungsbereich waren 47 Prozent der Frauen und 15 Prozent der Männer in Teilzeit.

Insgesamt 5 245 Professoren und Professorinnen lehrten 2006 (2005: 5241) an den Hochschulen. Überdurchschnittlich stark hat dabei die Zahl der Professorinnen mit 5 Prozent oder 32 Professorinnen zugenommen, die der Professoren hat dagegen abgenommen. Damit setzte sich dieser seit längerem bestehende Trend weiter fort, wodurch sich der Anteil der Professorinnen seit 1997 von 8 auf mehr als 13 Prozent erhöhte. Gut 43 Prozent der Professorinnen und Professoren (2 240 Personen) lehrten an den Universitäten, weitere 41 Prozent an den Fachhochschulen des Landes.

Hinweis: Weitere Angaben zum Thema Hochschulen wie Standorte, Zahl der Studierenden, Studienanfänger sowie Professoren an den Hochschulen im Südwesten seit 1995 nach Hochschulen und Geschlecht können unter Bildung, Kultur / Hochschulen abgerufen werden.


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