Fast doppelt so viele Professuren in Gender Studies wie in Altphilologie
Gegenwärtig gibt es an deutschen, österreichischen und Schweizer Hochschulen in 30 Fachgebieten 223 Professuren mit einer Denomination für Frauen- und Geschlechterforschung / Gender Studies. Von ihnen sind zehn mit Männern besetzt.
31.10.2014 Pressemeldung Deutscher Hochschulverband (DHV)Das geht aus einer aktuellen Erhebung der "Berliner Datenbank Genderprofessuren" hervor, über die die Zeitschrift "Forschung & Lehre" in ihrer November-Ausgabe berichtet. In Deutschland gibt es demnach 146 Genderprofessuren an Universitäten und 50 Genderprofessuren an Fachhochschulen. Das entspricht nahezu der Anzahl der Pharmazieprofessuren (191) und ist fast doppelt so hoch wie die Anzahl der Professuren in Altphilologie (113).
Nach Ansicht der geschäftsführenden Leiterin der Datenbank, Dr. Ulla Bock, ist die Bereitschaft der Hochschulen, die Genderprofessuren, deren Stelleninhaberinnen und Stelleninhaber pensioniert werden, wieder mit gleicher oder vergleichbarer Denomination auszuschreiben, "nicht als sehr hoch einzuschätzen". Auffällig sei, dass der Genderaspekt in Ausschreibungen inzwischen häufiger am Rande erscheine.
Thema: Gender
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Forschung & Lehre 11/2014 erscheint am 31. Oktober 2014. Auszüge der jeweils neuesten Ausgabe können Sie unter www.forschung-und-lehre.de lesen.
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