FDP: "Baby-BAföG" statt Darlehens-Teilerlass für studierende Mütter

(hib/WOL) Die Bundesregierung soll jeder Mutter, die ein nach dem Studium rückzahlbares Darlehen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) bezieht, zusätzlich ein so genanntes "Baby-BAföG" einräumen. Dies fordert die FDP in einem Antrag ([16/3142](http://dip.bundestag.de/btd/16/031/1603142.pdf)).

28.11.2006 Pressemeldung Deutscher Bundestag

Mit ihrer Initiative wollen die Liberalen studierenden Müttern an Stelle des jetzt vorgesehenen Darlehensteilerlasses nach Studienabschluss die Möglichkeit einräumen, bereits für die Dauer ihres BAföG-Bezugs eine monatliche Zulage von 280 Euro als so genanntes "Baby-BAföG" zu erhalten. Außerdem soll sich die Regierung bei Hochschulen, Ländern und Gemeinden für ein besseres und größeres Angebot der Kinderbetreuung an Hochschulen und Vorschulstandorten einsetzen.

Die Abgeordneten begründen ihre Initiative damit, dass junge Menschen "vor allem dann gefördert werden, wenn sie es am nötigsten haben". Dies sei kurz nach der Geburt des Kindes. In der Ausbildung und im Studium fehle es bisher an entsprechenden zielgerichteten Maßnahmen. So gebe es bei Studierenden mit Kind noch immer ein erhöhtes Risiko in Bezug auf einen Studienabbruch. So hätten im Jahr 2000 nur 7,1 Prozent der weiblichen Studierenden vor oder während des Studiums ein Kind zur Welt gebracht.

Zur Einschätzung des Finanzvolumens wird dargelegt, in den Jahren 2003 bis 2005 seien Teilerlasse des BAföG nach Beendigung des Studiums insgesamt in rund 116 000 Fällen mit einem Gesamtvolumen von 154,6 Millionen Euro gewährt worden. Nach Ansicht der Abgeordneten sollen diese Mittel den Studierenden künftig nicht erst nach Beendigung des Studiums, sondern bereits während des Studiums zur Betreuung, Erziehung und Bildung ihrer Kinder zukommen. Studierenden Müttern mit BAföG-Bezug solle damit zusätzlich und ohne Rücksicht auf die aktuelle Höhe des jeweiligen BAföG-Betrages ein nicht rückzahlbarer Betrag von 280 Euro im Monat für Kinderbetreuung und Erziehung zur Verfügung stehen.

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