Appell

Wir brauchen dringend eine bessere Grundfinanzierung der Hochschulen!

Im Landtag Mecklenburg-Vorpommern soll heute ein gemeinsamer Antrag der Fraktionen der Grünen und der CDU zum Thema „Hochschulbildung und -forschung zukunftsfest aufstellen und finanzieren“ behandelt werden. Die GEW Mecklenburg-Vorpommern (GEW MV) unterstützt das Ziel dieses Antrages.

18.07.2025 Mecklenburg-Vorpommern Pressemeldung GEW Mecklenburg-Vorpommern
  • Gestapelte Geldmünzen und ein Doktorhut. © Adobe Stock Die GEW Mecklenburg-Vorpommern fordert eine bessere Grundfinanzierung der Hochschulen.

„Wir brauchen dringend eine bessere Grundfinanzierung der Hochschulen. Diese muss das Land künftig leisten“, stellt die GEW-Landesvorsitzende Sandra Astáras fest. Aus Sicht der GEW MV muss das Land darauf hinwirken, dass der Bund für die auskömmliche Finanzierung mehr in die Verantwortung genommen wird und nicht nur eine punktuelle und befristete Exzellenz-Cluster-Förderung betreibt - von der in MV keine Hochschule profitiert. Dass das Land im Rahmen des MV Plans 2035 zusätzliche Mittel in den Hochschulbau investieren will, hält Sandra Astáras für wichtig: „Das ist unerlässlich. Wir haben einige Leuchttürme, daneben aber auch viel Elend, wie beispielsweise gravierende bauliche Mängel. Die Attraktivität mancher Studienorte lässt sehr zu wünschen übrig!“ Ein wesentlicher Punkt bei dem sich die GEW MV für Verbesserungen einsetzt, betreffen jedoch das Personal: „Wir wollen erreichen, dass die studentischen Beschäftigte endlich einen eigenen Tarifvertrag, den TV Stud, erhalten. Auch die für Daueraufgaben eingesetzten Lehrbeauftragten dürfen nicht aus dem Blick geraten. Es darf für sie keine Verschlechterung in der Übergangszeit bis Ende 2026 geben. Sie brauchen Planungssicherheit, mehr Geld und echte Wertschätzung. Beide Positionen fallen jedoch nicht unter die Personal-, sondern unter die Sachkosten. Hier muss das Land dringend nachjustieren und eine dauerhaft bessere Finanzierung – vor allem nach Tarif – ermöglichen!“

Zwar hat es bei den letzten Tarifverhandlungen eine Erhöhung der Vergütung der studentischen Beschäftigten gegeben und eine Vertragslaufzeit von i.d.R. einem Jahr. Mehr Geld wurde aber in die Haushalte der Hochschulen nicht eingestellt, so dass bei gleichbleibendem Volumen weniger studentische Beschäftigte arbeiten können. Hinzu kommt, dass es aufgrund der globalen Minderausgabe und der grundsätzlichen Unterfinanzierung zu einem Einstellungs- und Berufungsstopp gekommen ist oder kommen wird. Das wird negative Auswirkungen auf die Qualität der Lehre haben.  
Außerdem fordert die GEW die Entfristungen von Lehrpersonal unterhalb der Professur. Mit bis zu  90% ist der Befristungsgrad  viel zu hoch. Entfristungen würden der Kontinuität und Qualität in der Lehre, der gründlichen und freien Forschung sowie der Lebens- und Karriereplanung von wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen entgegenkommen und MV als Standort für Forschung und Lehre deutlich attraktiver machen.


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