Familie & Beruf

"For Women in Science"-Preis an Nachwuchswissenschaftlerinnen

Drei Nachwuchswissenschaftlerinnen mit Kindern werden heute in Berlin für ihre herausragenden wissenschaftlichen Leistungen mit dem "For Women in Science"-Preis 2012 ausgezeichnet. Der Förderpreis wird zum sechsten Mal von der Deutschen UNESCO-Kommission gemeinsam mit L´Oréal Deutschland und der Christiane Nüsslein-Volhard-Stiftung verliehen. Die diesjährigen Preisträgerinnen sind Manja Malchau, Agata Karska und Katharina Bierwagen.

18.06.2012 Pressemeldung Deutsche UNESCO-Kommission e.V.

Manja Malchau arbeitet derzeit an ihrer Doktorarbeit am Institut für Biochemie der Universität Leipzig. Agata Karska forscht am Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik in Garching bei München. Katharina Bierwagen promoviert im Bereich Teilchenphysik an der Universität Göttingen. Jede der drei Wissenschaftlerinnen erzieht neben ihrer Forschung im Labor ein Kleinkind.

Eva Podlich von L'Oréal Deutschland, Prof. Dr. Maria Leptin von der Christiane Nüsslein-Volhard-Stiftung und Dr. Verena Metze-Mangold, Vizepräsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, überreichten die Preise in Berlin. Die Verleihung fand im Rahmen einer Fachtagung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zum Thema "Exzellenz und Chancengerechtigkeit" im Berliner Congress Centrum statt.

Die drei Naturwissenschaftlerinnen werden jeweils für ein Jahr mit 20.000 Euro gefördert. Das Preisgeld fließt in zusätzliche Kinderbetreuung, Haushaltshilfe und maßgeschneiderte Weiterbildung. Mit einem Teil des Geldes werden an den Instituten der Preisträgerinnen Projekte zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie etabliert – etwa die Einrichtung eines Eltern-Kind-Zimmers oder die Übernahme von Reisekosten zu internationalen Konferenzen für eine Betreuungsperson.

Die Familiengründung ist für Wissenschaftlerinnen immer noch ein Hauptgrund, sich gegen eine vielversprechende Karriere zu entscheiden. Die zeitaufwändige Forschungsarbeit im Labor erfordert flexible Arbeitszeiten. Das Geld für die notwendige Kinderbetreuung ist oft nicht vorhanden. Mit dem ersten Kind brechen Forscherinnen deshalb besonders häufig ihre Karriere ab – hier möchte der Förderpreis, der seit 2006 vergeben wird, Veränderungen bewirken.

Weitere Informationen:
Preisträgerinnen "For Women in Science" 2012
Download (PDF)


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