Bayern

Freude über Abschaffung der Studiengebühren

"Die Abschaffung der Studiengebühren ist überfällig und ein erster Schritt in die richtige Richtung. Ziel muss sein, in Bayern Bildungspartizipation und Bildungsgerechtigkeit zu erhöhen" - mit diesen Worten hat der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, auf das zwar knappe, aber positive wie eindeutige Ergebnis des Volksbegehrens reagiert. Die Freude und Erleichterung sei insbesondere bei den knapp 7.000 im BLLV organisierten Lehramtsstudierenden groß. "Sie fühlen sich in ihrer Auffassung bestätigt, dass Gebühren in dieser Höhe ein Hindernis für viele junge Menschen darstellen, zumal in Ballungsgebieten die relativ hohen Lebenshaltungskosten hinzu kommen." Es gehöre außerdem zur tiefen Überzeugung des BLLV, dass Bildung kostenlos allen Menschen zur Verfügung stehen müsse.

31.01.2013 Pressemeldung Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.

Der BLLV hatte das Volksbegehren gegen Studienbeiträge unterstützt und sich im November 2012 dem Protestbündnis angeschlossen. "Unsere Auffassung, dass es nicht die Aufgabe junger Menschen sein kann, zu finanzieren, was der Staat zu finanzieren hat, teilen offenbar viele", erklärte Wenzel heute in München und stellte klar: "Die Studiengebühren waren von Anfang an höchst umstritten. Es ist gut, dass sie nun vom Tisch sind."

An die Adresse der CSU-und FDP-Politiker gerichtet bekräftigte der BLLV-Präsident seine Forderung, bei Abschaffung der Studiengebühren die Anschlussfinanzierung für die Lehrerbildung und die Lehrerbildungszentren hundertprozentig sicherzustellen. "Der Wegfall der Studiengebühren darf keinesfalls dazu führen, dass sich die Situation der Lehramtsstudierenden an bayerischen Hochschulen erneut verschlechtert." Außerdem dürften begonnene Projekte und Innovationen nicht auf Eis gelegt werden, vielmehr sei eine solide Anschlussfinanzierung erforderlich, verlangte Wenzel.

Das Geld sei vorhanden, es müsse nur an richtiger Stelle ausgegeben werden, mahnte er mit Blick auf die Steuermehreinnahmen im vergangenen Jahr.


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