Gesetzentwurf zur Lehrerausbildung

"Der Gesetzentwurf zur Lehrerausbildung ist überwiegend positiv zu bewerten", kommentiert der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann anlässlich der heutigen ersten Lesung des Entwurfs im Landtag. "Entscheidend wird sein, wie seine Umsetzung vonstatten geht."

18.12.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

Wenn der Entwurf Gesetz wird, werden in NRW künftig alle Lehrämter gleichwertig sein. Damit ist aus VBE-Sicht ein Problem aus der Welt, das die Lehrerschaft seit dem 19. Jahrhundert gespalten hat.

"Der Gedanke, es müsse `höhere` und `niedere` Lehrämter geben, hat im 21. Jahrhundert nichts mehr zu suchen", so Beckmann. "Es ist gut, dass die Landesregierung sich davon verabschiedet hat."

Skeptisch sieht der VBE, dass an den Universitäten eine Profilierung für ein Lehramt für die Haupt- und eins für die Realschule stattfinden soll.

"Das ist nicht zukunftsorientiert gedacht", so Beckmann. "Bereits jetzt gibt es in NRW Zusammenschlüsse dieser beiden Schulformen. Angesichts der sinkenden Schülerzahlen wird sich diese Zahl vergrößern. Die Lehrerinnen und Lehrer, die dort arbeiten werden, müssen dafür vorbereitet werden."

Der VBE hätte sich darüber hinaus ein Lehrerbildungsgesetz statt eines reinen Lehrerausbildungsgesetzes gewünscht.

"Entscheidend für die Professionalität einer Lehrkraft ist nicht nur ihre Aus-, sondern auch ihre Fort- und Weiterbildung", so Beckmann. "Diese kommt aber in dem jetzt vorliegenden Gesetzentwurf nicht zum Tragen."

Der VBE wird die Umsetzung des Gesetzes durch Hochschulen, Schulen und Seminare kritisch-konstruktiv begleiten.

"Wir hoffen, dass das Gesetz dazu beitragen wird, die Attraktivität des Lehrerberufs zu steigern und die Besten dafür zu gewinnen", so Beckmann abschließend.


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