GEW Thüringen schlägt Neuregelung der Lehrerbildung vor

Ein Schwerpunkt der 6. Landesvertreterversammlung der GEW Thüringen war die Diskussion über die Neuregelung der Lehrerbildung.

24.09.2006 Thüringen Pressemeldung GEW Thüringen

"Die GEW Thüringen spricht sich für eine engere Verzahnung und Abstimmung bei den Phasen der Lehrerbildung aus", sagte der wiedergewählte GEW-Landesvorsitzende Jürgen Röhreich. "Die Ausbildung in Hochschule, Studienseminar und in der Berufseinstiegsphase muss besser koordiniert werden. Dafür haben wir Vorschläge erarbeitet."

Der Staat muss das Recht auf Bildung auch durch eine adäquate Lehrerbildung garantieren.

Ein Festhalten an der Ausbildung von Lehrkräften nach Lehrämtern betrachtet die GEW Thüringen als ein wesentliches hemmendes Element für das längere gemeinsame Lernen. Schulartenbezogene Ausbildungsgänge können nach Auffassung der GEW wegfallen.

Die GEW schlägt vor, an den Universitäten Erfurt und Jena wissenschaftliche Zentren für Lehrerbildung als fakultätsübergreifende Einrichtungen zu entwickeln bzw. auszubauen. Damit könnten die spezifischen Belange der Lehrerbildung und vor allem ihre Qualität gesichert werden. Diese Zentren sind mit einer aufgabengerechten personellen und finanziellen Ausstattung zu versorgen. Die Universitäten sollen die Lehrerausbildung im Rahmen ihrer Struktur eigenverantwortlich organisieren und gestalten.

Die Grundausbildung für den Lehrerberuf darf einheitlich nur mit dem Masterabschluss enden, wenn sich die Universität für die Bachelor-/Master-Struktur entscheidet. Der Zugang zum Masterstudium ist für alle Bachelorabsolventen offen zu halten.

Ansprechpartner

GEW Thüringen

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