Grenzüberschreitender Forschungsfonds

Die SaarLorLux-Region wächst im Bereich von Hochschule und Forschung weiter zusammen. Nach Informationen des saarländischen Wissenschaftsministers Jürgen Schreier haben alle fünf Teilregionen des Kooperationsraumes eine Vereinbarung "zur Förderung gemeinsamer Antragstellungen auf europäischer Ebene" unterzeichnet. Dadurch ist es jetzt möglich, interregional zusammengesetzte Forscherteams bei der Vorbereitung von Anträgen im Rahmen europäischer Forschungsförderungsprogramme finanziell zu unterstützen.

20.07.2004 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Das Abkommen basiert auf der Überlegung, dass die fünf Teilregionen des SaarLorLux-Raums sowohl über eine bewährte Kooperations-Erfahrung als auch über die Voraussetzungen verfügen, um einen gemeinsamen Forschungsraum zu entwickeln und über die Region hinaus innovative Potenziale zu entfalten.

Angesichts der wachsenden Bedeutung der Forschungsförderung auf europäischer Ebene ist der Vertragsabschluss zugleich ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg zu einem europäischen Forschungsraum im Rahmen des Bologna-Prozesses. Hierbei könne die SaarLorLux-Region beispielgebend sein, betonte Schreier.

Förderfähig sind Forschungsprojekte mit interregionalem, grenzüberschreitendem Charakter, die von mindestens zwei Wissenschaftlern, Hochschulen und/oder Forschungseinrichtungen gestellt werden. Der Fonds ist mit jährlich 100.000,-- Euro ausgestattet. Dieser Betrag wird von den Regionalpartnern zu gleichen Teilen aufgebracht.

Die Vereinbarung geht auf einen Beschluss des 7. Gipfels der Großregion vom Juni 2003 zurück. Beteiligt sind die Region Lothringen, das Großherzogtum Luxemburg, die deutschen Bundesländer Rheinland-Pfalz und Saarland sowie die Französische und die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens. Unterzeichnet haben neben dem früheren lothringischen Regionalratspräsidenten Gérard Longuet die Ministerinnen und Minister Erna Hennicot-Schoepges, E. Jürgen Zöllner, Jürgen Schreier und Françoise Dupuis.


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