Hamburgs erste Berufsakademie nimmt den Studienbetrieb auf
Mit einem Festakt in der Handwerkskammer hat die Berufsakademie Hamburg heute ihren Studienbetrieb offiziell aufgenommen. Wissenschaftssenator Jörg Dräger be-grüßte gemeinsam mit Handwerkskammerpräsident Peter Becker die 38 ersten Studie-renden der ersten Berufsakademie Hamburgs.
17.10.2006 Hamburg Pressemeldung Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Hansestadt HamburgWissenschaftssenator Jörg Dräger: "Handwerk hat Zukunft. Und die Kombination von handwerklichen und betriebswirtschaftlichen Kenntnissen wird mehr denn je gebraucht: nicht nur, weil in den kommenden fünf Jahren etwa für jeden vierten Hamburger Handwerksbetrieb eine Nachfolgeregelung ansteht, sondern auch, weil die Anforderungen an Handwerks-betriebe durch neue Technologien und härteren Wettbewerb größer geworden sind. Die Be-rufsakademie Hamburg bietet eine zukunftsfähige Ausbildung und bereichert mit ihrem An-gebot die Wissensmetropole Hamburg."
Im ersten Studienjahrgang werden an der Berufsakademie Hamburg 38 Studentinnen und Studenten in einem dualen Bachelor-Studiengang, der eine handwerklich-technische Berufsausbildung mit einem Betriebswirtschaftsstudium kombiniert, als Führungskräftenachwuchs für das Handwerk und den Mittelstand ausgebildet.
Die Berufsakademie Hamburg ist die erste Berufsakademie in Hamburg. Die Ausbildung umfasst neben dem dualen Bachelor-Studium auch eine praktische Handwerksausbildung mit dem Abschluss Gesellenbrief. Die Gesamtausbildung dauert daher nicht drei Jahre wie bei anderen Bachelor-Studiengängen, sondern insgesamt vier Jahre. Die beiden Ausbildungen werden gleichzeitig absolviert, nicht nacheinander. Dabei steigt der Anteil des Studiums im Laufe der vier Jahre, während derjenige der Handwerksausbildung allmählich sinkt. Absolventinnen und Absolventen der neuen Ausbildung werden aufgrund von Anerkennungsmöglichkeiten ebenso wie Meister Betriebe eröffnen und als Ausbilder tätig sein können.
Die Berufsakademie finanziert sich im Wesentlichen aus Studiengebühren, die für das vierjährige Studium 290 Euro pro Monat betragen. Daran beteiligen sich die Ausbildungsbetriebe in der Regel zur Hälfte. Zusätzlich gibt die Freie und Hansestadt Hamburg eine Anschubfinanzierung von insgesamt einer Million Euro. Die Berufsakademie startet zunächst am Holstenwall und wird voraussichtlich im Sommer 2007 in das "Elbcampus Kompetenzzentrum Handwerkskammer Hamburg" in Harburg umziehen, wenn dieses fertig gestellt ist. Bei vollem Betrieb sollen rund 340 Studierende an der Berufsakademie ausgebildet werden. An der gemeinnützigen GmbH, die Trägerin der Berufsakademie ist, haben sich neben der Handwerkskammer Hamburg auch die Handwerkskammern Lüneburg – Stade und Schwerin sowie acht Hamburger Innungen und Verbände beteiligt.
Mehr Informationen über die Berufsakademie Hamburg im Internet: www.ba-hamburg.de
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