Baden-Württemberg

Hintergrund WM-Start: Fast 2 500 Studierende aus 43 afrikanischen Ländern an baden-württembergischen Hochschulen

Im Wintersemester 2009/10 studierten an baden-württembergischen Hochschulen 2 337 Studierende aus 43 afrikanischen Ländern, die von der OECD als Entwicklungsländer eingestuft werden. Fast 30 Prozent von diesen Studierenden (693) kamen aus Kamerun. Ebenfalls besonders viele stammen aus Tunesien (402) und Marokko (374).

25.05.2010 Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Aus Südafrika, wo am 11. Juni die Fußballweltmeisterschaft beginnt und das von der OECD ebenfalls als Entwicklungsland eingestuft wird, studierten 21 Männer und 10 Frauen an baden-württembergischen Hochschulen. Aus dem afrikanischen Land Burundi, dem die baden-württembergische Entwicklungshilfe künftig besondere Aufmerksamkeit entgegenbringen wird, stammten 10 Studierende.

Mehr als zwei Fünftel (45 Prozent) aller afrikanischen Gaststudierenden belegten ingenieurwissenschaftliche, ein weiteres Fünftel mathematisch/naturwissenschaftliche Studiengänge. Die nächst beliebteste Fächergruppe, die Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, wurde von gut 13 Prozent aller afrikanischen Studierenden belegt. Da nur gut 3 Prozent (80) aller afrikanischen Studierenden in Baden-Württemberg ihre Hochschulzugangsberechtigung in Deutschland erworben haben, werden die Studienplatzkosten für fast alle afrikanischen Studierenden – wenn sie nach Abschluss des Studiums in ihr Heimatland zurückkehren – in die öffentliche Entwicklungshilfe (ODA - Official Development Assistance) eingerechnet.

Nur ein Viertel der Studierenden aus Afrika waren Studentinnen. Studierten die Hälfte der männlichen Studierenden ingenieurwissenschaftliche Studiengänge, waren es bei den Frauen weniger als 30 Prozent. Bei den Rechts- und Wirtschaftswissenschaften war der Frauenanteil doppelt so hoch wie der der Männer.


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