Hochschulen erhalten weitere 11,7 Millionen Euro für Qualitätssicherung in Lehre und Studium

Das nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerium hat nun auch den letzten Teil der 45 Millionen Euro verteilt, die in diesem Jahr aus den Einnahmen der Studienkonten an die Hochschulen fließen.

20.05.2005 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen

Wissenschaftsministerin Hannelore Kraft: "Die letzte Tranche von 11,7 Millionen Euro bekommen die 26 staatlichen Universitäten und Fachhochschulen wie angekündigt für Konzepte, die Zufriedenheit ihrer Studierenden bei Lehre und Betreuung nachhaltig zu steigern." Wenn die Studentinnen und Studenten die Qualität ihrer Hochschule dauerhaft und verbindlich bewerten können und dieses Urteil Folgen nach sich zieht, so Kraft, werden sich Lehre und Betreuung spürbar verbessern. Anfang April 2005 hatte das Ministerium bereits 33 Millionen Euro aus den Studienkonten-Einnahmen an die Hochschulen weitergegeben.

Basis für die von den Hochschulen vorgelegten Folgekonzepte war das bundesweit erste Rating zum Qualitätsmanagement in Studium und Lehre, das das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) entwickelt hat. Ministerin Kraft hatte dies ebenfalls Anfang April vorgestellt. "Die Universitäten und Fachhochschulen haben konstruktive und der jeweiligen Situation vor Ort angemessene Konzepte vorgelegt", unterstrich Kraft. "Die insgesamt guten, zum Teil hervorragenden Ergebnisse zeigen, dass die Hochschulen die Bedeutung und den Wert der Beteiligung der Studierenden an der Verbesserung der Qualität von Lehre und Studium erkannt haben und in konkrete Schritte umsetzen. Bei der Bewertung der Konzepte spielte ihre schnelle Verwirklichung eine wesentliche Rolle."

Da jede Hochschule bei der Qualitätssicherung eigene Wege geht, sind die Konzepte sehr unterschiedlich ausgefallen. So wird beispielsweise an der einen Hochschule erstmals ein Instrumentarium zur flächendeckenden Studierendenbefragung aufgebaut. In Hochschulen, die ein solches Instrument bereits einsetzen, formulieren Lehrende und Studierende nun gemeinsame und verbindliche Qualitätsziele. Andere Konzepte setzen einen Schwerpunkt auf Qualitätssicherung durch verbesserte Berufungsverfahren von Professoren.

Auf der Grundlage der eingereichten Konzepte richtete sich die Verteilung der 11,7 Millionen Euro nach einem Durchschnittswert von 31,27 Euro je Studierendem aus, der dann auf die Zahl der Studierenden in der Regelstudienzeit an jeder Hochschule hochgerechnet wird. Von diesem errechneten Durchschnittsbetrag weichen die Pauschal-Beträge für hervorragende Konzepte nach oben (41,22 Euro/Studierender) und für Konzepte, die insgesamt das hohe Niveau nicht ganz erreichten, nach unten (23,45 Euro je Studierendem) ab.

Die Verteilung im Einzelnen:

Universitäten
RWTH Aachen 1.086.865
Uni Bielefeld 504.312
Uni Bochum 849.555
Uni Bonn 681.013
Uni Dortmund 467.147
Uni Duisburg-Essen 932.403
Uni Düsseldorf 407.919
Fernuni Hagen 341.335
Uni Köln 1.015.306
DSH Köln 144.125
Uni Münster 1.120.172
Uni Paderborn 493.246
Uni Siegen 439.783
Uni Wuppertal 482.405

Fachhochschulen
FH Aachen 302.889
FH Bielefeld 184.017
FH Bochum 130.682
FH Bonn-Rhein-Sieg 108.953
FH Dortmund 332.321
FH Düsseldorf 190.457
FH Gelsenkirchen 118.528
FH Köln 462.137
FH Lippe und Höxter 88.726
FH Münster 337.803
FH Niederrhein 359.032
FH Südwestfalen 123.866
Gesamt: 11.705.000


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