Baden-Württemberg

Hochschulen im Südwesten: Rund 65 100 bestandene Prüfungen in 2013

Die Anzahl bestandener Abschlussprüfungen an baden‑württembergischen Hochschulen hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes legten im Prüfungsjahr 1) 2013 rund 65 100 Studierende eine Abschlussprüfung (einschließlich Promotionen) erfolgreich ab.

23.07.2014 Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Dies entspricht einem Plus von knapp 2 900 Prüfungen oder 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der Hochschulabschlüsse unter anderem bedingt durch den Studierendenanstieg und die Umstellung auf das Bachelor/Master-System damit mehr als verdoppelt.

Mit rund 31 700 Abschlüssen im Prüfungsjahr 2013 (+ 4,6 Prozent zum Vorjahr) wurde knapp die Hälfte der Studienabschlüsse an Universitäten oder Privaten Wissenschaftlichen Hochschulen erzielt. Auf die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften entfielen annähernd 20 600 Abschlüsse (+ 7,4 Prozent). Die Duale Hochschule Baden‑Württemberg mit gut 7 300 Abschlüssen (− 1,5 Prozent), die Pädagogischen Hochschulen mit knapp 4 500 Abschlüssen (+ 2,1 Prozent) und die Kunsthochschulen mit rund 1 000 Abschlüssen (+ 9,3 Prozent) komplettierten das Hochschulspektrum.

Unter den bestandenen Abschlussprüfungen befanden sich 34 900 Bachelor- und 9 700 Masterabschlüsse. Damit entfielen erstmals mehr als zwei Drittel der Abschlüsse auf die im Zuge des Bologna‑Prozesses neu eingeführten Studiengänge. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Anteil der Bachelor- und Masterabschlüsse um 4,8 Prozentpunkte. Zu den übrigen Abschlüssen zählten gut 4 600 Promotionen. Letztere nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 7,7 Prozent zu. Der Anstieg war hier so stark wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr.

Der Frauenanteil an den bestandenen Prüfungen betrug 48,2 Prozent und lag damit in etwa auf dem Niveau der Vorjahre. Während 45,8 Prozent der Bachelorabsolventen weiblich waren, lag der Frauenanteil bei den Masterabschlüssen (44,2 Prozent) und Promotionen (43,1 Prozent) geringfügig niedriger.

Die meisten Abschlüsse entfielen auf die Fächergruppe "Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften". Hier wurden rund 21 300 Abschlüsse erzielt. Auf den weiteren Plätzen folgten die "Ingenieurwissenschaften" mit knapp 14 000 Abschlüssen und die "Mathematik, Naturwissenschaften" mit gut 12 100 bestandenen Prüfungen. Große Unterschiede gab es erneut bei den Frauenanteilen. Während in den "Sprach- und Kulturwissenschaften" gut drei von vier Absolventen weiblich waren (76,4 Prozent), wurde nur etwas mehr als jeder fünfte Abschluss in den "Ingenieurwissenschaften" von einer Frau erzielt (21,4 Prozent).

1) Sommersemester plus vorhergehendes Wintersemester.


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