Hochschulpakt vor der entscheidenden Runde
Alle Bundesländer haben sich - mit Ausnahme Berlins - auf eine Aufteilung der vom Bund zugesagten Mittel für die Einrichtung neuer Studienplätze verständigt. Hintergrund ist, dass nach der letzten KMK-Prognose bis 2010 90.000 zusätzliche Studienbewerber erwartet werden.
17.11.2006 Mecklenburg-Vorpommern Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-VorpommernDer Entwurf der Vereinbarung sieht vor, dass die neuen Bundesländer einen Vorabbetrag in Höhe von 15 % der vom Bund zugesagten 565 Mio. € erhalten. Für Mecklenburg-Vorpommern sind aus dem Bundeshaushalt bis 2010 anteilige Mittel in Höhe von über 10 Mio. € vorgesehen. Dafür sichert das Land zu, die Zahl der Studienanfänger des Jahres 2005 bis zum Jahre 2010 aufrecht zu erhalten. Im Jahr 2005 lag die Zahl der Studienanfänger in Mecklenburg-Vorpommern bei rund 6.250. Das Land erhält die Bundesmittel ohne Gegenfinanzierung aus Landesmitteln.
Bis auf Berlin konnten sich alle anderen Bundesländer über den Aufteilungsschlüssel einigen. Berlin macht eine besondere Situation geltend und möchte einen proportional höheren Anteil an den Bundesmitteln. Eine abschließende Entscheidung über die Forderungen Berlins wird am Montag, dem 20. November 2006 in Berlin getroffen. Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsminister Henry Tesch wertet den vorliegenden Entwurf des Paktes als vorzügliche Lösung für das Land: "Mecklenburg-Vorpommern und alle Bundesländer sind sich gleichermaßen einig, dass dieser Teilpakt für die Hochschulen unbedingt notwendig ist, um den künftig Studierenden ausreichende Angebote machen zu können. Es darf nicht zugelassen werden, dass dieser Pakt auf Grund von Sonderwünschen des Landes Berlin scheitert."
Keine Kommentare vorhanden