Hochschulen

HRK-Senat: Empfehlungen des Wissenschaftsrats zur Akkreditierung greifen zu kurz

Aus Sicht der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) muss das Akkreditierungssystem in Deutschland grundlegend reformiert werden. Der HRK-Senat bekräftigte bei seiner gestrigen Sitzung in Bonn diese Auffassung angesichts der Empfehlungen des [Wissenschaftsrats](http://bildungsklick.de/suche?subjekt_id=50006) zur "Akkreditierung als Instrument der Qualitätssicherung". Aus Sicht der HRK bleiben diese Empfehlungen hinter dem tatsächlichen Bedarf zurück, da der Wissenschaftsrat eine grundlegende Änderung an den Verfahren zurzeit nicht für notwendig hält.

13.06.2012 Pressemeldung Hochschulrektorenkonferenz

"Das heutige Akkreditierungssystem mit seiner hohen Regelungsdichte bietet zu wenig Freiraum für die Gestaltungskraft autonomer Hochschulen. Wir wollen eine Rechenschaftslegung, die sich an hochschuleigenen Zielen orientiert und über die Erfüllung von Vorschriften hinausgeht", fasste der HRK-Präsident Prof. Dr. Horst Hippler die Position des Senats zusammen. "Die Hochschulen sind deshalb sehr enttäuscht, dass der Wissenschaftsrat sich nicht zur Befürwortung grundlegender Innovationen in der externen Qualitätssicherung hat durchringen können, sondern das bestehende System auf Jahre hinaus festgeschrieben sehen will."

"Der Wissenschaftsrat hat zwar eine Reihe von Ideen aufgegriffen, die die Hochschulrektorenkonferenz in ihrem Konzept eines ´Institutionellen Qualitätsaudits´ vertritt", so Hippler weiter. "Er ist jedoch der Auffassung, man könne veränderte Ziele – etwa Orientierung an der Hochschulstrategie, Exzellenz in Studium und Lehre – mit den alten Verfahren erreichen. Hier soll ´neuer Wein in alte Schläuche´ gegossen werden. Immerhin wird eine ´Experimentierklausel´ vorgeschlagen, die Hochschulen die Möglichkeit bieten würde, stärker wissenschaftsorientierte Modelle zur Förderung der Studienqualität zu erproben."

Zur Empfehlung des Wissenschaftsrats (PDF)


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