HSFK in Bund-Länder-Förderung aufgenommen / Forschungsinstitut Senckenberg wird erweitert

Die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung hat heute in Bonn die Aufnahme der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) in Frankfurt in die gemeinsame Förderung von Bund und Ländern im Rahmen der Leibniz-Gemeinschaft beschlossen. Die Förderung soll zum 1. Januar 2009 beginnen. Gleichzeitig wurde beschlossen, zum gleichen Zeitpunkt das Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg (FIS) in Frankfurt um drei Institute in Dresden und Görlitz zu erweitern.

19.11.2007 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts, gratulierte beiden Einrichtungen zu dieser Entscheidung: "Die bereits vorhandene international einzigartige Stellung der HSFK und des Forschungsinstituts Senckenberg wird durch diese Entscheidung von Bund und Ländern bestätigt. Bund und Länder folgen hier den Empfehlungen international besetzter Gutachtergremien des Wissenschaftsrates und des Senats der Leibniz-Gemeinschaft, die in beiden Fällen die außerordentliche wissenschaftliche Qualität der Arbeiten dieser Institute hervorgehoben haben."

Die Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung wurde 1970 gegründet. Sie hat sich seither zu einer national und international anerkannten Forschungseinrichtung entwickelt. Es gibt keine Einrichtung in Deutschland, die das Feld der Konfliktforschung in vergleichbarer Breite bearbeitet. Das aktuelle Forschungsprogramm der HSFK dient der Entwicklung einer Theorie des demokratischen Friedens, die in der internationalen Debatte auf dem Gebiet der Internationalen Beziehungen und des Völkerrechts eine bedeutende Rolle spielt. Die HSFK ist dabei auch immer wieder ein wichtiger Partner der Politik in Deutschland wie auch international; so ist ihr gegenwärtiger Leiter, Prof. Dr. Harald Müller, Vorsitzender des Abrüstungsausschusses beim Generalsekretär der Vereinten Nationen in New York. Mit Aufnahme in die gemeinsame Förderung hat die HSFK ein Gesamtvolumen von 3,5 Millionen Euro, wobei 2,5 Millionen Euro von Bund und Ländern, der Rest aus Mitteln Dritter finanziert werden.

Für das Forschungsinstitut Senckenberg wird mit der Angliederung der drei Institute in Sachsen, die ein Finanzvolumen von 7,5 Millionen Euro pro Jahr haben, die Grundlage geschaffen, zu einem gleichwertigen Partner der großen naturkundlichen Nationalmuseen in London und Paris zu werden. Das spiegelt mit seinen übrigen Standorten in Wilhelmshaven, Hamburg, Weimar, Frankfurt und neben den neuen Standorten in Dresden und Görlitz voraussichtlich auch in Müncheberg in Brandenburg die föderale Struktur Deutschlands wider, die kein vergleichbar großes Nationalmuseum hat entstehen lassen. Das FIS verfügt mit den neuen Erweiterungen über eine Grundfinanzierung von insgesamt 25 Millionen Euro, zu der noch einmal rund vier Millionen Euro an Drittmitteln kommen. Nach Bewertung durch den Senat der Leibniz-Gemeinschaft ist das FIS in der fachlichen Breite seiner Forschungsgebiete und im Umfang seiner Sammlungen eine national und international einmalige Einrichtung der Biodiversitätsforschung. Gleichzeitig erhält das FIS die wichtige nationale Aufgabe, biologische und geologische Sammlungen, die insbesondere an Universitäten durch Verlagerung von Forschungsschwerpunkten nicht mehr hinreichend betreut werden können, zu übernehmen und damit der Wissenschaft weiterhin zugänglich zu machen.


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