Nordrhein-Westfalen

Institut des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt als "Ort des Fortschritts" ausgezeichnet

Für seine herausragende Forschung im Bereich alternativer Energien zeichnete Wissenschaftsministerin Svenja Schulze in Jülich das Institut für Solarforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Rahmen der Initiative "Fortschritt NRW" aus. Damit gehört das Institut zu den "Orten des Fortschritts" in Nordrhein-Westfalen. "Orte des Fortschritts sind Punkte, an denen sich qualitativer Fortschritt ´made in NRW´ ablesen lässt", sagte Wissenschaftsministerin Schulze "Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts sind angetreten, um international zu Schrittmachern für alternative Energiekonzepte auf Basis solarthermischer Kraftwerke zu werden."

13.07.2011 Pressemeldung Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen

"Wir freuen uns über die Auszeichnung als "Ort des Fortschritts" für unsere Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der konzentrierenden solarthermischen Kraftwerke", sagte Prof. Dr.-Ing. Ulrich Wagner, DLR-Vorstand für Energie und Verkehr. Das DLR entwickelt schon seit 30 Jahren Technologien und Verfahren, die in Solarkraftwerken zum Einsatz kommen. "Mit dem in diesem Jahr gegründeten eigenen DLR-Institut für Solarforschung werden diese Kompetenzen nun gebündelt und weiter ausgebaut. Ziel ist es, Innovationen für effizientere Kraftwerke schnell bis zur Marktreife zu entwickeln", so Wagner weiter.

Das DLR-Institut für Solarforschung hat seinen Sitz in Köln. Ein Standort des Instituts ist in Jülich. Der Solarturm ist das erste Forschungsgroßgerät seiner Art in Deutschland. Hier können die Forscherinnen und Forscher erstmals unter realen Bedingungen Komponenten für Solarkraftwerke testen. "Auf dem Weg zu einer fortschrittlichen Energienutzung und -versorgung kommt der solarthermischen Forschung eine zentrale Rolle zu. Sie zeigt Alternativen auf, die es speziell Entwicklungs- und Schwellenländern in sonnenreichen Regionen erlauben sollen, ihren stark wachsenden Strombedarf klimafreundlich zu decken." Das im vergangenen Monat gegründete Institut baut auf den bisherigen Arbeiten beim DLR und dem Solar-Institut Jülich der Fachhochschule Aachen auf, mit dem es weiterhin eng kooperiert. Das Land beteiligt sich in den nächsten fünf Jahren mit rund 27 Millionen Euro an dem Aufbau des neuen Instituts in Köln und Jülich. Bis zu 100 Mitarbeiter sollen zukünftig in dem Institut für Solarforschung in Köln und Jülich forschen und arbeiten.

Die landesweite Initiative "Fortschritt NRW" wurde vom Wissenschaftsministerium initiiert. Ziel ist ein breit angelegter Diskurs mit Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft darüber, wie Antworten auf die globalen gesellschaftlichen Herausforderungen gefunden werden können. Dabei sollen Ökologie, Ökonomie und Soziales zusammen gedacht und integrierte Lösungen entwickelt werden. "Die Menschen müssen mit ihren langfristigen Bedürfnissen im Fokus stehen. Innovationen müssen heute mehr den je soziale Prozesse, Dienstleistungen und Lösungen sein, die die Folgen für Menschen, Gesellschaft und Umwelt gleichermaßen im Blick haben", so die Wissenschaftsministerin.

Mehr zur Initiative Fortschritt NRW unter www.wissenschaft.nrw.de.


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