Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich 2009: Baden-Württemberg hat inklusive Berufsakademien eine Studienanfängerquote von 42,5 Prozent

"Baden-Württemberg nimmt auch in der diesjährigen Bildungsstudie eine Spitzenposition im Hochschulbereich unter den deutschen Flächenländern ein. Das zeigt, dass das Land auf dem richtigen Weg ist." Dies gab Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg am Mittwoch in Stuttgart bekannt. Anlass war die Publikation "Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich 2009", welche heute vom Statistischen Bundesamt und den Statistischen Landesämtern herausgegeben wurde.

09.09.2009 Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Die Veröffentlichung fußt auf Daten des Jahres 2007. Sie berücksichtigt nach den Worten Frankenbergs bislang keine Besonderheiten in Bildungssystemen. So bleiben die hohen Qualitätsstandards der Dualen Ausbildung in der Auswertung unberücksichtigt. Zudem sind die Studierenden der damaligen Berufsakademien, die in diesem Jahr zur Dualen Hochschule Baden-Württemberg wurden, nicht dem Hochschulbereich zugeordnet. "Werden die Berufsakademien mit eingerechnet, hat Baden-Württemberg eine Studienanfängerquote von 42,5 Prozent und eine Absolventenquote von 28,5 Prozent", betonte Frankenberg.

Zusätzliche Studienanfängerplätze schaffe das Land mit dem bedarfsgerechten Ausbauprogramm "Hochschule 2012". Bis zum Jahr 2012 entstünden 16.000 zusätzliche Studienanfängerplätze

Als besonders erfreulich bezeichnete der Minister, den hohen Anteil der Abschlüsse in den Natur- und Ingenieurwissenschaften. "Rund 35,4 Prozent der Absolventinnen und Absolventen schließen in diesen Fachrichtungen ab. Das sind deutlich mehr als im Bundesdurchschnitt mit 29,6 Prozent und im OECD-Durchschnitt mit 24,4 Prozent."

Bei dem statistischen Verhältnis zwischen Studierenden und Lehrkräften nimmt das Land mit 10,1 Studierenden pro Lehrendem ebenfalls einen Spitzenplatz ein. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 12,2 und der OECD-Durchschnitt bei 16,1. Das Evaluationsjahr für diese Daten ist 2007. "Diese ausgezeichnete Betreuungsrelation wird sich durch die Studiengebühren, die den Hochschulen seit dem Sommersemester 2007 zur Verfügung stehen, zusätzlich verbessern", betonte Frankenberg.

Bei den Promotionen nimmt Baden-Württemberg unter den Flächenländern mit einer Quote von 2,9 Prozent den Spitzenplatz ein. Dieser Wert liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt (2,3 Prozent) und dem OECD-Durchschnitt (1,5 Prozent). "Der hohe Anteil der Promotionen zeigt, wie leistungsfähig die Forschung im Land ist und dass Baden-Württemberg für Doktoranden besonders attraktiv ist", so der Minister.


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