Jahrestagung der EU-Forschungsreferenten aus Deutschland und Frankreich in Saarbrücken:

Die EU-Forschungsförderung und Fragen der Weiterentwicklung der europäischen Forschungslandschaft stehen im Mittelpunkt der vom 1. bis 3. Juni 2005 in Saarbrücken stattfindenden Tagung, an der rund 300 Gäste aus Deutschland und Frankreich sowie weiteren EU-Mitgliedsstaaten teilnehmen.

02.06.2005 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Die von der Koordinierungsstelle EG der Wissenschaftsorganisationen in Kooperation mit der Universität des Saarlandes, dem Max-Planck-Institut für Informatik sowie dem Centre National de la Recherche Scientifique organisierte Veranstaltung beschäftigt sich in Vortragsveranstaltungen und Workshops mit wissenschaftspolitischen Fragen sowie den künftig im Rahmen der EU für die Forschung bereitgestellten Fördermitteln.

"Das Saarland", so Staatssekretärin Dr. Susanne Reichrath, "hat frühzeitig die Weichen in die richtige Richtung gestellt. Die Landesregierung hat die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Vorbereitung von bislang rund 70 Förderanträgen mit 290 000 Euro aus dem Landesforschungsförderungsprogramm (LFFP) unterstützt." Hierdurch wurden seit Beginn des so genannten 6. Rahmenprogramms Forschung der EU seit 2002 bislang rund 19 Mio. Euro an Fördermitteln für die Forschung an saarländischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen von der Europäischen Union (EU) eingeworben.

Dabei sind die saarländischen Projektanträge in den Auswahlverfahren der EU besonders erfolgreich. Während die durchschnittliche Erfolgsquote - je nach Programmlinie - deutlich unter 20 Prozent liegt und in vielen Ausschreibungen trotz einer hohen Qualität nur jeder 20. Antrag positiv beschieden wird, weisen die Anträge der saarländischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen eine Erfolgsquote von über 25 Prozent auf, die Anträge der Universität des Saarlandes werden sogar in über 50 Prozent der Fälle positiv beschieden.

Zu diesem Erfolg leistet die finanzielle Unterstützung des Landes einen wesentlichen Beitrag. Zeit- und arbeitsintensive Antragstellungen an die EU können professionell und sorgfältig ausgearbeitet werden. Dies ist Grundvoraussetzung für einen Erfolg auf europäischer Ebene.

Als erfolgreich bezeichnet Dr. Susanne Reichrath auch die Beispiele multilateraler Projekte in der Saar-Lor-Lux-Region. Dazu zählen gemeinsame Studienangebote (z. B. europäisches Diplom in Umweltwissenschaften, grenzübergreifender gemeinsamer Studiengang Physik, Studiengang Europäisches Bau- und Projektmanagement), die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, der interregionale Forschungsfonds sowie der Wissenschaftspreis der Großregion.


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