"Kein zusätzliches Geld für Bachelor/Master - ein Geburtsfehler der Bologna-Reform"
"In Deutschland hat Bologna einen Geburtsfehler: Man dachte, die neuen Studiengänge kostenneutral oder sogar als Sparprogramm einführen zu können", kritisiert Prof. Dr. Rolf Dobischat, der Präsident des Deutschen Studentenwerks, in der aktuellen Ausgabe der "VDI-Nachrichten". In der Zeitung des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) sagt Dobischat: "Die Hochschulen haben bisher keinen Cent zusätzlich für Bachelor/Master gekriegt – und die Studentenwerke haben keinen Cent zusätzlich bekommen, um die dringend nötige studienbegleitende Beratung auszubauen."
25.03.2010 Pressemeldung Deutsches StudierendenwerkDobischat betont, die Studierenden seien grundsätzlich mit den Zielen des Bologna-Prozesses einverstanden; sie wollten rascher, praxisnäher und vor allem erfolgreicher als bisher studieren. Wie die jüngste Bachelor-Studie der Bundesregierung zeige, gebe es erhebliche Defizite bei der Organisation und der Transparenz gerade der Bachelor-Studiengänge, und der Kontakt zwischen Lehrenden und Studierenden sei schlecht. Dobischat: "Die Studierenden machen sich Sorgen um ihre Finanzierung, um ihre Arbeitsmarktchancen, um den Übergang zum Master. Das muss man ernst nehmen!"
"Wir brauchen jetzt einen verbindlichen Fahrplan mit konkreten Zielen", fordert Dobischat mit Blick auf die Korrekturen und Reformen, die an den Hochschulen angelaufen sind. "Es darf nicht sein, dass noch eine Generation von Studierenden in schlecht konzipierten Bachelor-Studiengängen stecken muss", so der Präsident des Deutschen Studentenwerks.
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