Land investiert in KI-Rechenkapazitäten für alle Thüringer Hochschulen
Wissenschaftsminister Christian Tischner hat heute an der Technischen Universität Ilmenau den Startschuss für den Aufbau eines hochmodernen Hochleistungsrechners am IT-Zentrum der staatlichen Thüringer Hochschulen gegeben.
09.04.2026 Thüringen Pressemeldung Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und KulturIm Rahmen der Auftaktveranstaltung des EFRE-Vorhabens „Förderung der forschungsbezogenen Infrastruktur“ übergab der Minister einen Fördermittelbescheid in Höhe von acht Millionen Euro an die TU Ilmenau. Die neue Rechenplattform wird ab 2028 allen zehn staatlichen Hochschulen im Freistaat kostenfrei für daten- und rechenintensive Forschung zur Verfügung stehen.
„Wer in der internationalen Forschung mithalten will, braucht leistungsfähige digitale Infrastruktur. Mit dieser Investition schaffen wir die technologische Grundlage, damit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an allen Thüringer Hochschulen auf dem Niveau arbeiten können, das die Forschung im Zeitalter Künstlicher Intelligenz erfordert. Das IT-Zentrum wird damit zu einem zentralen Knotenpunkt für KI-gestützte Forschung im Freistaat“, erklärte Minister Tischner.
Die Förderung ist Teil der im Regierungsvertrag verankerten strategischen Weiterentwicklung des IT-Zentrums der staatlichen Thüringer Hochschulen zu einem leistungsfähigen IT-Systemhaus. Das Zentrum mit seinen Standorten an der TU Ilmenau und der Friedrich-Schiller-Universität Jena soll künftig ein breites Angebot an zentralen IT-Diensten für den gesamten Hochschulstandort bereitstellen. Der Ausbau der Rechenkapazitäten ist ein maßgeblicher Schritt auf diesem Weg.
Die Finanzierung des Vorhabens setzt sich aus 60 Prozent EU-Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, 30 Prozent Landesmitteln und einem zehnprozentigen Eigenanteil der Hochschulen zusammen. Das Projekt läuft bis Ende 2028. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Fachrichtungen und Hochschulen können die neue Infrastruktur nutzen – von Strömungssimulationen über Materialforschung bis hin zu Anwendungen der Künstlichen Intelligenz und des Maschinellen Lernens.
Die Investition unterstreicht die Bedeutung hochschulübergreifender Kooperation als Leitprinzip der Thüringer Wissenschaftspolitik. Das bewährte Zwei-Zentren-Modell mit den Standorten Ilmenau und Jena bündelt Ressourcen und Expertise und ermöglicht es auch kleineren Hochschulen, an rechenintensiver Forschung teilzuhaben. Damit stärkt die Landesregierung die Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Wissenschaftsstandorts Thüringen und schafft zugleich Anreize für die Gewinnung wissenschaftlicher Fachkräfte.
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