Knapp 10 Prozent ukrainische Gaststudierende an Bayerns Hochschulen
Im Wintersemester 2022/2023 sind an den Hochschulen in Bayern neben 406.940 (vorläufiges Ergebnis) ordentlichen Studierenden auch 3.813 Gasthörer eingeschrieben, welche die Weiterbildungsmöglichkeiten einer Hochschule nutzen.
16.02.2023 Bayern Pressemeldung Bayerisches Landesamt für StatistikWie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, sind dies 497 oder 15 Prozent mehr als im Wintersemester 2021/22. Ukrainische Gasthörer bilden dabei einen Anteil von 9,8 Prozent. Die Zahl der ausländischen Gaststudierenden insgesamt steigt damit um 225,8 Prozent.
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, sind im Wintersemester 2022/2023
an den bayerischen Hochschulen neben 406.940 ordentlichen Studierenden (vorläufiges Ergebnis) auch 3 813 Personen für ein Gaststudium eingeschrieben. Ihre Anzahl steigt im Vergleich zum Vorjahr (3.316 Gasthörer) um 497 oder 15,0 Prozent. Der Frauenanteil (2.038) beträgt 53,4 Prozent und steigt verglichen mit dem vorherigen Wintersemester um rund die Hälfte (52,3 Prozent).
Unter den Gasthörern sind 580 ausländische Gaststudierende. Ihre Anzahl steigt verglichen mit dem Wintersemester 2021/22 um 402 oder 225,8 Prozent. Die Frauenquote in dieser Gruppe beträgt 51,0 Prozent. Die Ukraine sticht dabei mit 375 Personen und einem Anteil von 9,8 Prozent heraus. Im vorherigen Wintersemester besuchten lediglich fünf Ukrainer ein Gaststudium in Bayern.
Mit einem Anteil von 90,0 Prozent sind Gaststudierende überwiegend an Universitäten (3.432) eingeschrieben. Weitere 5,1 Prozent entfallen auf die Lehrangebote der Kunsthochschulen, ferner 2,8 Prozent auf Fachhochschulen sowie 2,2 auf Theologische Hochschulen.
Die Hälfte (1.949 oder 51,1 Prozent) ist 60 Jahre oder älter. Der Großteil der älteren Gaststudierenden ist an der Universität München (80,0 Prozent) eingeschrieben, die auch ein spezielles Seniorenstudium anbietet. Das Durchschnittsalter der Gasthörer lag im Wintersemester 2022/23 bei 50,0 Jahren. Kunsthochschulen, die zum Teil auch Frühförderung betreiben, wiesen hingegen eine überdurchschnittlich junge Gasthörerschaft aus. Hier sind 90,2 Prozent unter 30 Jahren.
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