Kompensationszahlung von 32.000 Euro für MentorinnenNetzwerk

Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst unterstützt das MentorinnenNetzwerk 2010 mit einer einmaligen Kompensationszahlung von 32.000 Euro. Die hochschulübergreifende Einrichtung aller hessischen Universitäten und Fachhochschulen stellt mit insgesamt 1000 Teilnehmerinnen das größte Mentoring-Projekt in der europäischen Hochschullandschaft dar. Das vor zehn Jahren gegründete Netzwerk richtet sich an Studentinnen und Doktorandinnen der Natur- und Ingenieurwissenschaften und zielt darauf ab, diese durch Mentoring, Training und Networking auf einen erfolgreichen Berufseinstieg in Wirtschaft oder Wissenschaft vorzubereiten. Damit trägt es nachweislich zur Verbesserung der Karrierechancen von Frauen in den so genannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) bei.

18.12.2009 Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

„Vor dem Hintergrund der steigenden Studierendenzahlen ist auch in den nächsten Jahren mit einer zunehmenden Nachfrage zu rechnen. Um diesem Bedarf Rechnung zu tragen, ist eine Ausweitung des Netzwerks auf bis zu 900 Mentees und 400 Mentorinnen dringend erforderlich“, sagte Ministerin Kühne-Hörmann. „Es sollte auch weiterhin keine Aufnahmebeschränkungen geben, sondern alle interessierten hessischen Studentinnen und Doktorandinnen sollten ins Netzwerk aufgenommen werden können.“

Diese Ausweitung des Netzwerks erfordert zusätzliche personelle und finanzielle Kapazitäten. Um den gestiegenen Mittelbedarf zu decken, hatte das Hessische Koordinierungsbüro im Zuge der Weiterführungsverhandlungen von 2010 an 40.000 Euro pro Jahr von den Hochschulen beantragt. Die Fachhochschulen haben darauf ihren Beitrag aufgestockt, die Universitäten finanzieren dagegen in unveränderter Höhe. Dadurch klafft eine Finanzierungslücke von 32.000 Euro. „Ich bedauere, dass sich die Universitäten nicht zu einer Erhöhung entschließen konnten, obwohl auch sie vom MentorinnenNetzwerk profitieren. Um die positive Weiterentwicklung des Netzwerks nicht zu gefährden, wird das Ministerium diese Lücke nun für ein Jahr kompensieren“, sagte Kühne-Hörmann.

Nach einer Anschubfinanzierung durch das Ministerium in den Jahren von 1998 bis 2006 ist seit 2007 eine erfolgreiche Public-Private-Partnership etabliert worden: Die Hochschulen tragen 80 Prozent der Kosten, die Kooperationspartner aus Wirtschaft und außeruniversitärer Forschung decken die restlichen 20 Prozent ab.

Die Mentees kommen zu 80 Prozent aus den Universitäten und zu 20 Prozent aus den Fachhochschulen. Die Nachfrage der MINT-Studentinnen und Doktorandinnen nach den Karriereförderangeboten des MentorinnenNetzwerks boomt. Seit 2007 liegen Rekordanmeldezahlen von mehr als 200 neuen Studentinnen und Doktorandinnen pro Jahr vor. Entsprechend wurden die Angebote in den Bereichen Mentoring, Training und Networking in den vergangenen drei Jahren weiterentwickelt und ausgeweitet. Seit Beginn des laufenden Wintersemesters gingen bereits 238 Neuanmeldungen für 2010 ein.


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