Kompetenzzentrum für Schlüsselqualifikationen an der Universität Karlsruhe eröffnet
Den Stellenwert von Schlüsselqualifikationen im Studium unterstrich der Ministerialdirektor im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Julian Würtenberger, am 14. November in Karlsruhe anlässlich der Eröffnung des an der Universität geschaffenen House of Competence.
14.11.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-WürttembergDas House of Competence ist gemeinsam von der Universität Karlsruhe und dem Land Baden-Württemberg gegründet worden. Die Einrichtung ist Teil des Zusammengehens der Universität mit dem Forschungszentrum Karlsruhe zum Karlsruhe Institute of Technology (KIT) und fasst unter ihrem Dach sechs bereits bestehende Einrichtungen zusammen, darunter das Sprachenzentrum, Fernstudienzentrum, Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale sowie das Institut für Berufspädagogik und Allgemeine Pädagogik.
Neben den Fachkenntnissen käme den sogenannten Soft Skills wie Selbstmanagement, Methodenwissen, Sozial- und kultureller Kompetenz immer größere Bedeutung zu, betonte der Ministerialdirektor. "Wer heute junge Menschen zu Leistungsträgern unserer Gesellschaft ausbilden will, darf sich nicht auf die Vermittlung von Fachwissen beschränken."
Würtenberger stellte die Besonderheit des Kompetenzzentrums heraus. "Eine Hochschuleinrichtung, die sich mit einem solchen Anspruch auf Vollständigkeit und Universalität der Vermittlung von Schlüsselqualifikationen verschrieben hat wie das House of Competence, findet sich in Baden-Württemberg bislang kein zweites Mal", so der Ministerialdirektor. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Einrichtungen ergebe ein einzigartiges interdisziplinäres Netzwerk, das eine Vorbildfunktion für ähnliche Einrichtungen im Land einnehme.
Das Land habe deshalb die Initiative der Universität Karlsruhe gerne in Form einer fünfjährigen Anschubfinanzierung in Höhe von insgesamt 1,5 Mio. Euro unterstützt. Dass diese Entscheidung richtig gewesen sei, beweise der große Erfolg, den die Einrichtung als Teil des Zukunftskonzepts in der Exzellenzinitiative errungen habe. "Das Besondere am House of Competence ist die Tatsache, dass hier Schlüsselkompetenzen nicht nur gelehrt, sondern auch erforscht werden."
Im Mittelpunkt der vorgesehenen Forschungsaktivitäten stehen insbesondere die Unterstützung von Lernprozessen durch Informationstechnologie, der Wandel gesellschaftlicher Bildungsvorstellungen und die Integration unterschiedlicher Zielgruppen in den Prozess des lebenslangen Lernens. Neben dem bereits bestehenden Coachingprogramm für Studierende sind für die Zukunft weitere Mentoren-, Tutoren- und Traineeprogramme geplant.
"Durch die Arbeit des House of Competence wird sich der Praxisbezug des Studiums beträchtlich erhöhen, was direkte Auswirkungen auf die Chancen der Absolventinnen und Absolventen auf dem Arbeitsmarkt haben wird", hob Ministerialdirektor Würtenberger hervor. Er erhoffe sich, dass die anderen Hochschulen bald ähnliche Einrichtungen schaffen werden.
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