Konfuzius-Institut an Universität Leipzig eröffnet

"Mit der Einrichtung des Konfuzius-Instituts an der Universität Leipzig entsteht in Sachsen eine zentrale Serviceeinrichtung und ein Kompetenzzentrum, von dem auch alle anderen sächsischen Hochschulen in erheblichem Maße profitieren werden", so Sachsens Staatssekretär für Wissenschaft und Kunst, Dr. Knut Nevermann, heute aus Anlass der Eröffnung des Instituts in Leipzig. Die Vermittlung interkultureller Kompetenzen, das Verstehen fremder Länder und Kulturen, Kenntnisse über deren geschichtliche und politische Entwicklung und über ihre wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Erfolge seien Grundlage für einen friedlichen Austausch auf allen Gebieten, so der Staatssekretär. China begegne diesem Interesse seit mehreren Jahren mit der Gründung von Konfuzius-Instituten auf allen Kontinenten.

09.04.2008 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Auseinandersetzungen und der bevorstehenden Olympischen Spiele, die China immer stärker in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses gerückt hätten, sei es umso wichtiger, sich mit den auch in Sachsen nur unzureichend vorhandenen Kenntnissen über China, auseinanderzusetzen.

Nicht ohne Grund, so Knut Nevermann weiter, werde das neue Zentrum für die Vermittlung von China-Kompetenz in den Bereichen Kultur, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft gerade an der Universität Leipzig eröffnet. Die Universität verfüge mit dem Ostasiatischen Institut über eine der ältesten deutschen Einrichtungen, an denen über China geforscht werde. 27 Prozent der derzeit 1800 in Sachsen studierenden chinesischen Studenten seien an der Universität Leipzig eingeschrieben. Besonders beliebt seien dabei die Studiengänge Wirtschaftswissenschaften, Informatik und Deutsch als Fremdsprache.

China stellt derzeit die stärkste Gruppe ausländischer Studierender in Sachsen. Insgesamt gibt es zurzeit rund 40 Kooperationsbeziehungen bzw. Hochschulvereinbarungen mit chinesischen Hochschulen. Der weitere Ausbau der sächsischchinesischen Beziehungen sei für beide Länder von großem Wert, so Staatssekretär Nevermann. Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange werde daher Anfang Mai mit Vertretern sächsischer Forschungs- und Kultureinrichtungen sowie Hochschulen in die chinesische Partnerprovinz Hubei reisen, um den Ausbau der Zusammenarbeit zu intensivieren.


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