Land bewilligt rd. 2 Mio. Euro für zwei Spitzenberufungen - Bisher über 17 Mio. Euro für 26 Professuren eingesetzt

Das Wissenschaftsministerium hat rd. 2 Mio. Euro aus dem Struktur- und Innovationsfonds für Forschung (SI-BW) für die Berufung von zwei Spitzenprofessoren bewilligt. Prof. Dr. Gunnar Jeschke, Professor für Physikalische Chemie, Struktur und Dynamik der Materie an der Universität Konstanz und Prof. Dr. Frank Gauterin, Lehrstuhlinhaber für Fahrzeugtechnik an der Universität Karlsruhe können die Mittel unter anderem für die Beschaffung von Großgeräten einsetzen.

29.08.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

"Mit dem ´Struktur- und Innovationsfonds für die Forschung´ verbessern wir die Position Baden-Württembergs im weltweiten Wettbewerb um die besten Köpfe und schaffen die Basis für nationale und internationale Spitzenberufungen", erklärte Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg. Mit dem Förderprogramm soll Spitzenwissenschaftlern im Rahmen von Berufungsverfahren an den Universitäten und Fachhochschulen eine technische Infrastruktur auf dem neuesten technischen Stand angeboten und bei Schlüsselpositionen Abwanderung verhindert werden können.

Das Programm wurde im Juni 2005 mit einem Volumen von insgesamt 36 Mio. Euro vom Ministerrat beschlossen. Bislang wurden Mittel in Höhe von über 17 Mio. Euro für 26 Professuren eingesetzt. Gefördert werden vor allem die Anschaffung von Geräten und Apparaturen sowie Aufwendungen für kleinere Baumaßnahmen.

Prof. Dr. Gunnar Jeschke beschäftigt sich mit der Untersuchung synthetischer Materialien und biologischer Systeme. Mit Hilfe der bewilligten Geräte sollen hierfür neue Methoden für weitergehende Forschungsfragen entwickelt werden. Ziel ist es, das Verständnis vom Stoffaustausch lebender Zellen zu verbessern. Mit der Zuweisung der Landesmittel in Höhe von 1,25 Mio. Euro werden an der Universität Konstanz insgesamt Investitionen in Höhe von ca. 2,5 Mio. Euro ausgelöst, da die andere Hälfte vom Bund im Rahmen der gemeinsamen Forschungsförderung nach Art. 91b GG übernommen wird.

Prof. Dr. Frank Gauterin erforscht neue Funktionalitäten und Ansätze in der Fahrzeugsystemtechnik, wobei Fragen der Einbeziehung des Fahrers und der Verkehrs- und Verkehrswegsituation mit im Mittelpunkt stehen. Mit den 0,72 Mio. Euro aus SI-BW wird die für experimentelle Untersuchungen erforderliche Infrastruktur finanziert. Der interdisziplinäre Systemansatz wird über das Kompetenzzentrum "Center of Automotive Research and Technology (CART)", für dessen Leitung Prof. Gauterin verantwortlich ist, organisiert. CART koordiniert die fahrzeugtechnischen Kompetenzen des Karlsruhe Institute of Technology (KIT), unter dessen Dach die Universität Karlsruhe (TH) und das Forschungszentrum Karlsruhe zusammenarbeiten.

"Die Gelder sind gut investiert, denn die beiden Professoren arbeiten auf hoch innovativen und forschungsintensiven Gebieten. Sowohl die physikalische Grundlagenforschung wie auch die anwendungsorientierte Fahrzeugforschung werden künftig eine immer wichtigere Rolle spielen", so Minister Frankenberg.


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