Land würdigt herausragende Leistungen in der Lehre an Hochschulen
Die Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Doris Ahnen, hat heute beim dritten Tag der Lehre des Landes Rheinland-Pfalz an der Technischen Universität Kaiserslautern zwölf Hochschullehrerinnen und –lehrer für herausragende Lehrleistungen ausgezeichnet. Zudem kürte sie die drei Sieger des zum ersten Mal durchgeführten Landeswettbewerbs Exzellenz in Studium und Lehre.
19.04.2007 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz"Mit diesen beiden Instrumenten sind wir auf dem Weg der Qualitätssicherung und Exzellenz in der Lehre einen deutlichen Schritt weiter", sagte Ahnen beim Tag der Lehre , den das Land seit 2005 einmal pro Jahr an wechselnden Orten durchführt, um die Qualität und Leistungsfähigkeit der rheinland-pfälzischen Hochschulen in diesem Bereich transparent zu machen und weiter voran zu bringen.
Während der zum zweiten Mal vergebene Lehrpreis individuelle Lehrleistungen auszeichnet, honoriert der Exzellenzwettbewerb Konzepte für exzellente Lehre an den Fachbereichen der rheinland-pfälzischen Hochschulen.
Der Vergabe des Lehrpreises lag ein zweistufiges Verfahren zugrunde. Zunächst benannten Fachbereiche und Fachschaften Dozentinnen und Dozenten für den Lehrpreis – getrennt nach Universitäten und Fachhochschulen auf der Ebene der Fächergruppen. In der zweiten Stufe wurden Studierende auf der Basis von Fragebögen um ihre Einschätzung gebeten. Das Zentrum für Qualitätssicherung an der Johannes Gutenberg-Universität hat dann das Votum der Studierenden ausgewertet. Auf dieser Basis hat eine unabhängige Jury, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Hochschulleitungen, der Studierenden und externer Experten, die Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt, die jeweils ein Preisgeld von 10.000 Euro erhalten.
Die Zahl der nominierten Dozentinnen und Dozenten stieg von 75 im vergangenen Jahr auf 99 in diesem Jahr. Auch die Zahl der Studierenden, die ihr Urteil abgegeben haben, stieg beträchtlich – von 5.094 im Jahr 2006 auf nunmehr 6.532 Studierende.
Um der unterschiedlichen Größe der Hochschulen und auch den Unterschieden zwischen Universitäten und Fachhochschulen gerecht zu werden, wurden die Lehrpreise nach Gruppen vergeben. Danach erhielten die Universitäten insgesamt acht und die Fachhochschulen vier Lehrpreise in jeweils zwei Fächergruppen.
Im Gegensatz zum individuellen Lehrpreis ist der Exzellenzwettbewerb ein institutioneller Wettbewerb. An ihm konnten Fachbereiche der Hochschulen mit innovativen Konzepten zur Weiterentwicklung der Lehre teilnehmen. Auch für diesen Wettbewerb wurde ein zweistufiges Verfahren gewählt.
Zunächst haben alle Universitäten des Landes und fünf Fachhochschulen insgesamt 18 Antragsskizzen eingereicht. Nach Begutachtung durch das Zentrum für Qualitätssicherung wurden insgesamt fünf Hochschulen aufgefordert, Vollanträge einzureichen. Seitens der Jury wurden dann die drei siegreichen Projekte ausgewählt, die hinsichtlich solcher Kriterien wie Verbesserung der Studienstruktur, Betreuung, Qualitätssicherung und Praxisrelevanz am meisten überzeugt haben.
Die Zuwendung des Landes ist abhängig von den konkreten Kosten des Projekts. Sie liegt durchschnittlich bei 50.000 Euro.
Vor der Preisverleihung hatte Ahnen deutlich gemacht, dass sich Rheinland-Pfalz in den vergangenen 15 Jahren zu einem hoch attraktiven Studienstandort entwickelt habe. Das belege die ständig steigende Zahl von Studierenden. "Diese Entwicklung wollen wir nicht nur stabilisieren, sondern auf der Grundlage des Hochschulpakts noch ausbauen. Auch deshalb ist es wichtig, sich im Bereich der Lehre fortlaufend darum zu bemühen, die Qualität ständig zu verbessern. Wir wollen, dass wie schon jetzt auch in Zukunft begabte junge Menschen an unseren Universitäten und Fachhochschulen studieren", sagte Ahnen.
Der Tag der Lehre sei ein geeignetes Forum, dies nach außen deutlich zu machen und durch einen intensiven Dialog der Hochschulen voneinander zu lernen.
Preisträger siehe Download rechte Spalte.
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