Life Science Cluster Norddeutschland bewirbt sich um 58 Mio. Euro im Spitzenclusterwettbewerb des BMBF
Unter dem Titel "Die Medizinwerft: Medtech trifft Biopharma" bewirbt sich der norddeutsche Life Science Cluster beim bundesweiten Spitzenclusterwettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Nach dem Prinzip "Stärken stärken" unterstützt das Ministerium die leistungsfähigsten Cluster aus Wissenschaft und Wirtschaft, ihre Position national und international weiter auszubauen. Im Vordergrund stehen vor allem Antworten auf die großen gesellschaftlichen Herausforderungen wie z.B. Gesundheit, demographischer Wandel, Klimaschutz oder die Energieversorgung. Für die 200 Bewerber aus Hamburg und Schleswig-Holstein geht es um insgesamt 58 Mio. Euro Fördergelder für innovative Projekte.
03.12.2007 Hamburg Pressemeldung Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Hansestadt HamburgDass die norddeutschen Life Sciences in Hamburg und Schleswig-Holstein sich gemeinsam dem Wettbewerb stellen können, liegt nicht zuletzt an der guten und dynamischen Entwicklung des Clusters in den vergangenen Jahren. Durch die Bündelung der vorhandenen Ressourcen und eine enge Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft sind seit 2003 hochinnovative Produkte und strategische Leuchtturmprojekte wie zum Beispiel der European ScreeningPort oder die Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie entstanden.
Auch bei der Exzellenzinitiative des Bundes schnitt der Norden in den Lebenswissenschaften gut ab. Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Dietrich Austermann: "Wir im Norden haben in den letzten Jahren gemeinsam viel erreicht. Unser Ziel ist es, weltweit ganz vorne mit dabei zu sein. Der Spitzenclusterwettbewerb bietet hierfür die Chance – mit unserer Bewerbung ergreifen wir sie."
Besonders in den Feldern der Operations-Technologien, der Medikamentenforschung und der Diagnostik weist der Norden erhebliche Kompetenzen und Potenziale auf. Sie sollen mit der im Rahmen der Bewerbung entwickelten Strategie weiter ausgebaut werden: "Mit der Teilnahme am Wettbewerb ist eine noch stärkere Dynamik und ein Zusammengehörigkeitsgefühl in der norddeutschen Life Science Branche entstanden. Dies wird uns bei der weiteren Entwicklung der Region sehr unterstützen. Es ist schön zu sehen, wie gut der Cluster inzwischen funktioniert", betont Dr. Kathrin Adlkofer, Geschäftsführerin der Norddeutschen Life Science Agentur Norgenta, die als Antragsteller für die Bewerbung von Life Science Nord verantwortlich ist.
Wie stark sich der Life Science Cluster inzwischen formiert hat, zeigt eine breite Unterstützung der Bewerbung aus Industrie und Wissenschaft. Hinter dem Antrag stehen fast 200 Akteure aus der Medizintechnik und Biopharmazie beider Länder mit insgesamt 107 Projekten und einem Fördervolumen von 58 Mio. Euro. Mit dabei sind neben weltweit agierenden Unternehmen wie AstraZeneca, Philips Medizin Systeme und Olympus auch viele kleinere Firmen sowie Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Kliniken beider Länder.
Auch Hamburgs Wissenschaftssenator Jörg Dräger ist optimistisch: "Der Life Science Cluster in Norddeutschland hat sich in den letzten Jahren äußerst positiv entwickelt. Deswegen begrüße ich die Bewerbung Norddeutschlands im Rahmen des Spitzenclusterwettbewerbs. Dank großer Unterstützung aus Wirtschaft und Wissenschaft und einem professionellem Clustermanagement haben wir jetzt die Chance, viele Fördermillionen in den Norden zu holen."
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