Mehr Lehrbeauftragte an Fachhochschulen mit hochschuldidaktischer Zusatzqualifikation

"Die hochschuldidaktische Weiterbildung für Lehrbeauftragte an den Fachhochschulen stößt auf großes Interesse. Durch diese Maßnahmen sind die Fachhochschulen in der Lage, sehr zeitnah und konkret wirksam Qualitätssicherung zu betreiben."

22.08.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Dies erklärte Wissenschaftsstaatssekretär Dr. Dietrich Birk am 22. August in Stuttgart. Zum Beginn des Wintersemesters 2006/07 werde der 1000. Kursteilnehmer dieses Weiterbildungsprogramms erwartet. Zahlreiche weitere Anmeldungen liegen vor. Der Staatssekretär zeigte sich erfreut über die große Resonanz des Programms, das jährlich mit 135.000 Euro vom Ministerium gefördert wird.

Die hochschuldidaktische Weiterbildung der insgesamt rund 2.600 Professorinnen und Professoren gehöre seit vielen Jahren zu den "unumstrittenen Qualitätsmotoren der Fachhochschulen in Baden-Württemberg", so Birk. Die Ausweitung dieser Maßnahmen auf die Lehrbeauftragten seit dem Jahr 2004 gehe auf eine Initiative der Studienkommission für Hochschuldidaktik zurück. Seitdem werden auch die Lehrbeauftragten systematisch in die hochschuldidaktischen Qualifizierungsmaßnahmen einbezogen und so in ihrer Lehrkompetenz gestärkt.

Birk: "Lehrbeauftragte stellen eine unverzichtbare Säule der Lehre an Fachhochschulen dar. Mit ihrem wissenschaftlichen Hintergrund und ihrer fachpraktischen Erfahrung tragen sie erheblich zur Ausbildungsqualität der Fachhochschulen bei." Lehrbeauftragte decken etwa 20% des Lehrangebotes an den Fachhochschulen (FH) ab. Insgesamt gibt es an den staatlichen Fachhochschulen des Landes rund 2.700 Lehrbeauftragte.

Die Qualitätsoffensive "Hochschuldidaktische Fortbildungs- und Beratungsangebote für Lehrbeauftragte an Fachhochschulen des Landes Baden-Württemberg" basiert auf einem eigens entwickelten Curriculum. Sie stieß von Anfang an auf ein überwältigendes Interesse. Die Seminare werden inzwischen in mehr als 20 Fachhochschulen des Landes angeboten. Fast alle teilnehmenden Lehrbeauftragten haben abschließend ein überaus positives Feedback gegeben und darüber hinaus ihren Wunsch nach weiteren, aufbauenden Angeboten zum Ausdruck gebracht.

Dem umfassenderen Weiterbildungsbedarf entsprechend hat die Geschäftsstelle der Studienkommission in einer zweiten Phase des Lehrbeauftragten-Projektes einen Aufbaukurs entwickelt, der seit April dieses Jahres zusätzlich angeboten wird. Dieses erweiterte Fortbildungs- und Beratungsangebot soll Lehrbeauftragte darin unterstützen, ihr Lehrprofil zu schärfen. Ziel ist unter anderem, einen wirkungsvollen individuellen Lehrstil auszubilden. Die Lehrbeauftragten haben die Gelegenheit, einen Aspekt ihrer Lehrpraxis einzubringen, der mit Kollegen und Dozenten konstruktiv-kritisch erörtert wird. Darüber hinaus werden Themen-Module angeboten, die weitere wichtige Aspekte der Lehre - beispielsweise die Prüfungsgestaltung oder die Stimmbildung - in den Mittelpunkt stellen.

Nicht zu unterschätzen ist nach den Worten des Staatssekretärs, "dass diese verschiedenartigen Angebote auch den Meinungsaustausch und die Vernetzung zwischen den Lehrbeauftragten fördern. Deren Verbundenheit mit der Hochschule und das Engagement für praktische Lehrkompetenz werden so gegenseitig gestärkt. Damit tragen Lehrbeauftragte und Hochschulen zum weiteren Ausbau der Lehrqualität an den Fachhochschulen bei."


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