Mehr Praxis in der Lehrerbildung
Vom 2. bis 3. März fand in Hamburg das Bundestreffen der Zentren für Lehrerbildung statt. Ziel der Veranstaltung: Die Lehrerausbildung soll in den Hochschulen mehr Gewicht erhalten und die Qualität der Ausbildung erhöht werden.
03.03.2009 Pressemeldung Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB)An fast allen deutschen Universitäten sind inzwischen solche Zentren eingerichtet, die zum Beispiel eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Universität und Schulseite befördern. In Hamburg ist diese "Verzahnung" deutschlandweit am weitesten gediehen.
"Die Universität und die anderen Hochschulen, an denen Lehrerinnen und Lehrer ausgebildet werden, arbeiten mit der Schulbehörde und den Seminarleitungen für das Referendariat direkt zusammen", sagt Oberschulrat Aart Pabst vom Hamburger Zentrum für Lehrerbildung (ZLH). "Eine qualitätsvolle Ausbildung, kann nur aus der Integration von Theorie und Praxis entstehen. Gute Lehrer erkennt man im Unterricht – gute Lehrerausbildung erkennt am daran, wie sie auf die schulische Berufspraxis vorbereitet."
Die Reform der Lehrerausbildung, insbesondere die bessere Verzahnung der beiden Ausbildungsphasen "Studium" und "Referendariat" ist in den letzten Jahren in allen Bundesländern ein Thema in der Lehrerausbildung geworden. Obwohl die Lehrerbildung Sache der Bundesländer ist und dadurch eine Vielfalt an Ausbildungskonzepten bestehen, ähneln sich die grundlegenden Probleme und Anliegen stark. Eine Konsequenz ist, dass die schulischen Praktika im Studium in Hamburg zukünftig gemeinsam von Lehrenden der Universität und des Referendariats sowie Mentoren in den Schulen durchgeführt werden.
Das ZLH ist eine gemeinsame Einrichtung der Universität Hamburg und des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI). Es wurde im Juni 2006 eröffnet.
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