GEW NRW

Mehr Profis für die Inklusion ausbilden

Die GEW hat den Beschluss der Landesregierung begrüßt, im Entwurf für den Landeshaushalt 2013 insgesamt 4,5 Millionen Euro für 500 zusätzliche Studienplätze für das Lehramt Sonderpädagogik vorzusehen. Die Hochschulen seien nun gefordert, so die Gewerkschaft, die Ausbildungskapazitäten schnellstmöglich auszubauen und mehr Lehrpersonal einzustellen. Der Bedarf an sonderpädagogischen Lehrkräften sei enorm.

06.11.2012 Pressemeldung GEW Nordrhein-Westfalen

"Die Landesregierung kommt damit einer Forderung der GEW nach, mehr Ausbildungskapazitäten für sonderpädagogische Lehrkräfte zu schaffen. Wir brauchen mehr gut ausgebildete Profis für den Inklusionsprozess an den Schulen", erklärte GEW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer. Von den Universitäten, die Förderschullehrkräfte ausbilden, erwarte sie in der Folge eine Lockerung der Zulassungsbeschränkungen. "Die Kapazitäten müssen erhöht und der teilweise absurd hohe Numerus Clausus muss drastisch gesenkt werden. Die studierwilligen jungen Menschen brauchen jetzt ein Zeichen, dass sie nicht nur in diesem Lehramt gebraucht, sondern auch entsprechend professionell ausgebildet werden."

Der Deckung des enormen Bedarfs an professionell ausgebildeten Lehrern diene, so Schäfer, auch eine ebenfalls im nächsten Jahr beginnende und bis 2018 laufende Qualifizierungsmaßnahme in den Zentren für schulpraktischen Lehrerausbildung. Eine entsprechende Verordnungsvorlage befinde sich derzeit im Anhörungsverfahren. Bis zu 250 Lehrkräfte sollen pro Ausbildungsturnus, der 18 Monate umfasst und zu Beginn eines Schuljahres oder eines Schulhalbjahres beginnt, berufsbegleitend ausgebildet werden und das Lehramt für sonderpädagogische Förderung erwerben. "Die Lehrkräfte sind teilweise schon seit Jahren in der schulischen Praxis und arbeiten z.B. im gemeinsamen Unterricht der Grundschulen" berichtete Schäfer. "Mit der zusätzlichen Ausbildung im Seminar können sie vollwertige Lehrkräfte werden und haben nach Erwerb der Lehrbefähigung auch die gleichen Verdienstmöglichkeiten wie grundständig ausgebildete Sonderpädagogen." Selbstverständlich benötigten die Schulen für diese Aufgabe zusätzliche Anrechnungsstunden.


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