Ministerialdirektor Tappeser begrüßt EU-Forschungskommissar Janez Potočnik in Tübingen
Der Ministerialdirektor im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Klaus Tappeser, begrüßte am 14. Januar EU-Forschungskommissar Janez Potočnik in Tübingen. Gleichzeitig überbrachte er die Grüße von Wissenschaftsminister Frankenberg. Der Forschungskommissar informierte sich über die Arbeit von Neurowissenschaftlerinnen und Neurowissenschaftler an der Universität Tübingen.
14.01.2009 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg"Tübingen ist einer der europäischen Spitzenstandorte in den Neurowissenschaften. Kaum irgendwo sonst arbeiten so viele herausragende wissenschaftliche Einrichtungen auf diesem Gebiet. Die Forschungsergebnisse werden uns im Kampf gegen Alzheimer, Parkinson und andere neurodegenerative Krankheiten weiterhelfen", sagte Tappeser, der auch Aufsichtsratsvorsitzender des Universitätsklinikums ist.
Gleichzeitig betonte der Ministerialdirektor, dass noch erhebliche Anstrengungen erforderlich seien, um dringend erhoffte Durchbrüche zu einer Heilung oder Prävention dieser Erkrankungen zu erzielen. Dieses Ziel verlange eine Bündelung der Kräfte auf europäischem Niveau.
Die Neurowissenschaften sind seit vielen Jahren ein Schwerpunkt der Universität Tübingen. Das Hertie-Institut für Klinische Hirnforschung wurde im Jahr 2001 an der Universität Tübingen etabliert. Mit diesem Institut und seiner engen Verflechtung mit der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Tübingen wurde eine Einrichtung geschaffen, die klinische Hirnforschung, medizinische Behandlung und Ausbildung verbindet.
Die Universität war auch mit dem Exzellenzcluster "Interdisciplinary Center for Integrative Neuroscience (CIN)" in der Exzellenzinitiative erfolgreich. Die Forschungsarbeit des Clusters bietet großes Potenzial für die Klärung von Grundlagenfragen der Neurowissenschaften, aber auch für Anwendungen in der klinischen Praxis.
Die "Graduate School of Neural and Behavioural Sciences - Int. Max-Planck Research School" und Projekte der Deutschen Forschungsgemeinschaft bauen die Kompetenz der Tübinger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weiter aus. Tübingen ist Partnerstandort des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen.
An der Medizinischen Fakultät der Universität Tübingen werden eine Reihe von europäischen Verbundprojekten zur Erforschung von neurodegenerativen Erkrankungen koordiniert. Allgemeines Ziel ist dabei, von genetischen Veränderungen zu einem besseren Verständnis der Krankheitsmechanismen zu gelangen, um Therapien zu finden, die an der Ursache der Krankheit angreifen. Das momentan größte europäische Projekt mit einem Gesamtbudget von 9,5 Mio. Euro beschäftigt sich mit einer sehr seltenen Gruppe von neurodegenerativen Erkrankungen, den sogenannten spinozerebellären Ataxien.
Weitere Informationen unter: www.medizin.uni-tuebingen.de/Forschung/Forschungsschwerpunkte/Neurowissenschaften.html
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