Ministerin Doris Ahnen würdigt Auszeichnung von Prof. Dr. Klaas Bergmann mit dem "2008 Nature Award for Mentoring in Science"

Als "großartige Auszeichnung" für Prof. Dr. Klaas Bergmann, aber auch als Anerkennung für die Technischen Universität Kaiserslautern insgesamt hat Wissenschaftsministerin Doris Ahnen die kürzlich erfolgte Überreichung des "2008 Nature Award for Mentoring in Science" an den Wissenschaftler vom Fachbereich Physik der TU Kaiserslautern gewürdigt. "Professor Dr. Klaas Bergmann genießt national wie international höchste Wertschätzung. Dass ein Wissenschaftler seiner Güte sich mit großem Engagement der Förderung des Nachwuchses widmet, verdient Respekt, Dank und Anerkennung. Deswegen freue ich mich sehr über die Verleihung eines Preises, der genau diesen Einsatz würdigt", sagte Doris Ahnen.

13.11.2008 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Die seit 2005 von Nature, eine der weltweit führenden, wöchentlich erscheinenden Wissenschaftszeitschrift, eingeführten und seitdem jährlich verliehenen Preise erkennen besonders erfolgreiche Mentorinnen und Mentoren bei der Förderung junger Wissenschaftler an und werden jedes Jahr in einem anderen Land vergeben. Für 2008 wurden Kandidaten aus Deutschland nominiert. Die Bedeutung des Zusammenspiels von etablierten Professoren und Nachwuchswissenschaftlern für die Entwicklung der jungen Wissenschaftler zu beleuchten, ist Anliegen dieses Nature Awards. Nature will damit erkunden, was die Elemente eines guten, kreativen Mentoring sind, die junge Wissenschaftler fit machen für einen erfolgreichen weiteren Weg in Forschung und Lehre.

TU-Präsident Prof. Dr. Helmut Schmidt zeigte sich hoch erfreut über diese Auszeichnung für Klaas Bergmann. "Viele Gastwissenschaftler aus Osteuropa sind in den letzten Jahren nach Kaiserslautern gekommen, um experimentell und theoretisch an den Forschungsprojekten von Prof. Bergmann mitzuarbeiten. Er hat den Preis durch sein herausragendes Engagement sowohl für den Fachbereich Physik als auch für die TU Kaiserslautern verdient. Klaas Bergmann ist einer der beiden ersten "Seniorprofessoren" von Rheinland-Pfalz und Mitglied des Hochschulrats der TU", erläuterte Schmidt.

Sowohl TU-Präsident Prof. Dr. Helmut Schmidt als auch der Rektor der Lettischen Universität, Prof. Dr. Marcis Auzinsh, unterstützten die Nominierung. Prof. Dr. Klaas Bergmann erhielt den Preis in der Kategorie "Lifetime Achievement" (Lebenswerk) gemeinsam mit Prof. Dr. Heinrich Betz vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt.

Weitere Information zu Prof. Dr. Bergmann sowie zur Begründung der Jury:
Klaas Bergmann schloss sein Studium der Physik an der Universität Freiburg 1968 ab und promovierte bis 1972. Nach einem längeren Aufenthalt an der University of California at Berkeley wechselte er 1975 an die Universität Kaiserslautern, wo er sich im Jahre 1980 habilitierte. Die damalige Einführung der Assistenzprofessuren (ähnlich den heutigen Juniorprofessuren) waren wesentlich für seine Entscheidung an die Universität Kaiserslautern zu gehen. Mitte der 80er Jahre lehnte er drei Rufe an amerikanische Universitäten zu Gunsten seines Verbleibs in Kaiserlautern ab. Die von Klaas Bergmann entwickelte STIRAP-Methode wird heute weltweit mit seinem Namen verbunden und überall dort angewendet, wo kontrollierte Quantenprozesse eine wichtige Rolle spielen - von der Atomphysik bis zu ultraschnellen Festkörperprozessen. Diese Arbeiten wurden 2003 mit zwei angesehenen nationalen Wissenschaftspreisen (Rudolf-Wichard-Pohl-Preis, verliehen durch die Deutsche Physikalische Gesellschaft und Max-Planck-Forschungspreis, gemeinsam verliehen durch die Alexander von Humboldt-Stiftung und die Max-Planck-Gesellschaft) ausgezeichnet. Seit Mitte der 90er Jahre treibt Klaas Bergmann die bis dahin auf die USA ausgerichtete Vernetzung in Richtung Osteuropa voran und leitete zahlreiche internationale Konferenzen und Forschungsnetzwerke.

Die Begründung der Jury lautet: "Klaas Bergmanns Nominierung wurde von Wissenschaftlern aus zehn Ländern unterstützt. Die Liste spiegelt nicht nur seine internationale Anerkennung, sondern auch seine besondere Strategie zur Unterstützung junger Wissenschaftler wider. Die von ihm Betreuten betonen, dass er die wissenschaftliche Entwicklung und Kreativität mit sehr großer Breite unterstützt. Die Jury war beeindruckt von seiner durchdachten Beschreibung der Mentorentätigkeit. Klaas Bergmann hat erkannt, dass es für die Förderung junger Wissenschaftler nicht ausreicht, sie mit wissenschaftlichem Rat und Motivation zu unterstützen, sondern dass oft auch zusätzliche Unterstützung für den Beginn ihrer unabhängigen wissenschaftlichen Laufbahn nötig ist. Klaas Bergmann ist ein herausragender Wissenschaftler und verfügt über hohes internationales Ansehen. Es ist ihm gelungen, seinen wissenschaftlichen Geist und seine außergewöhnliche Kreativität an die von ihm Betreuten weiterzugeben. Seine Unterstützung für die Einrichtung unabhängiger Forschungslabors in mehreren osteuropäischen Ländern, die von seinen früheren Schülern geleitet werden, wird von der Jury als außergewöhnliche Leistung eingeschätzt."

TU-Präsident Prof. Dr. Helmut Schmidt zeigte sich hoch erfreut über diese Auszeichnung für Klaas Bergmann. "Viele Gastwissenschaftler aus Osteuropa sind in den letzten Jahren nach Kaiserslautern gekommen, um experimentell und theoretisch an den Forschungsprojekten von Prof. Bergmann mitzuarbeiten. Er hat den Preis durch sein herausragendes Engagement sowohl für den Fachbereich Physik als auch für die TU Kaiserslautern verdient. Klaas Bergmann ist einer der beiden ersten "Seniorprofessoren" von Rheinland-Pfalz und Mitglied des Hochschulrats der TU", erläuterte Schmidt.

Sowohl TU-Präsident Prof. Dr. Helmut Schmidt als auch der Rektor der Lettischen Universität, Prof. Dr. Marcis Auzinsh, unterstützten die Nominierung. Prof. Dr. Klaas Bergmann erhielt den Preis in der Kategorie "Lifetime Achievement" (Lebenswerk) gemeinsam mit Prof. Dr. Heinrich Betz vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt.


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