Bayern

Mobilität der Lehrkräfte verbessert, Stellenwert und Qualität der Ausbildung gesichert

"Wir verbessern die Mobilität der Lehrkräfte. Zugleich sichern wir den Stellenwert und die Qualität der Lehrerausbildung in Bayern." Mit diesen beiden Stichworten fasst Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle die Ergebnisse der Beratungen der Kultusministerkonferenz gestern Abend in Berlin zusammen. "Wir sind damit in Deutschland ein ganzes Stück voran gekommen auf dem Weg", so der Minister. Die Länder haben für Minister Spaenle mit ihrem Beschluss bewiesen, dass sie die Gestaltungsverantwortung für das Bildungswesen über die Ländergrenzen hinweg wahrnehmen.

08.03.2013 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Die Kultusminister hatten sich gestern über die Mobilität in Bezug auf den Vorbereitungsdienst und die Einstellung als Lehrkraft über die Ländergrenzen hinweg verständigt. Dabei konnte auch auf Initiative von Bayern ein Qualitätssicherungsmechanismus verankert werden: Die Länder haben sich dazu verpflichtet, die KMK-Standards für die Lehrerausbildung umzusetzen und diese Umsetzung künftig zu kontrollieren.

Darüber hinaus macht Bayern künftig drei Regelungen für die Aufnahme in den Vorbereitungsdienst bzw. für den Berufszugang für sich geltend.

  1. Das konkrete Anstellungsverhältnis, etwa als Angestellte oder Beamte, regelt weiterhin jedes einzelne Land.
  2. Für Bayern gilt auch künftig als Zugangsvoraussetzung für das Lehramt an Grundschulen eine Prüfung in den Fächern Deutsch und Mathematik, für das Lehramt an Mittelschulen eine Prüfung in Deutsch oder Mathematik. "Diese Regelung ist mir sehr wichtig, denn nur die nötige fachliche Qualifikation sichert einen qualitätsvollen Unterricht", betonte der Minister.
  3. "Wir haben außerdem erreicht, dass für den Vorbereitungsdienst nur diejenigen Bewerber zugelassen werden, die die entsprechende Lehramtsbefähigung und die Fächerkombinationen mitbringen, die in Bayern auch ausgebildet werden." In Bayern absolvieren angehende Lehrkräfte zunächst ein erstes Staatsexamen. Bereits heute lässt Bayern als eines von wenigen Ländern ohne Zulassungsbeschränkung viele Bewerber aus anderen Ländern zum Vorbereitungsdienst zu.

Für Minister Spaenle ist diese Ergänzung sehr wichtig, da schon heute bayerische Schulen einen hohen personellen und organisatorischen Aufwand für die Referendarsausbildung leisten.

Gerade Minister Spaenle hatte erst jüngst nochmals gemeinsam mit seiner sächsischen Amtskollegin Brunhild Kurth mit seinem Vorstoß zum Bildungsstaatsvertrag den Willen artikuliert, die Mobilität von Schülern und Lehrkräften zu verbessern, ohne dabei das Qualitätsniveau der schulischen Abschlüsse und der Lehramtsausbildung in Frage zu stellen.


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