Möglichkeiten zum Studium für Lehramt an Grundschulen und Hauptschulen werden erheblich erweitert

Bayern will den Beruf des Grund- und Hauptschullehrers stärken und zur Schärfung des Profils von Grund- und Hauptschulen beitragen. Deshalb haben das Kultus- und das Wissenschaftsministerium neue Wege für qualifizierte Interessenten geschaffen, das Lehramt für Grund- oder Hauptschule zu studieren.

17.06.2004 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Mit wenigen Ausnahmen stand dieses Studium bisher nur Bewerberinnen und Bewerbern mit der allgemeinen Hochschulreife offen. Jetzt wurden insgesamt 13 neue Möglichkeiten des Studienzugangs geschaffen. Unter bestimmten Voraussetzungen ist es nun möglich, mit der fachgebundenen Hochschulreife, der Fachhochschulreife oder einer Vorprüfung an der Fachhochschule zum Studium zugelassen zu werden. So können beispielsweise erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen der Berufsoberschule mit der Ausbildungsrichtung Agrarwirtschaft das Lehramt an Grund- und Hauptschulen studieren, wenn ihre Fächerverbindung Biologie oder Chemie beinhaltet. "Damit gelangen praktisches Wissen und Können direkt in den Unterricht. Von der Öffnung des Berufs für interessierte und qualifizierte Bewerber werden also auch die Schülerinnen und Schüler in jeder Hinsicht profitieren", sagte Kultusstaatsekretär Freller. Als weiteres Beispiel unter den zahlreichen neuen Möglichkeiten nannte Freller Studentinnen und Studenten, die im Fachhochschulstudiengang Soziale Arbeit die Vorprüfung bestanden haben. Sie können das Lehramt an Hauptschulen in frei gewählter Fächerkombination studieren. "Durch den größeren Facettenreichtum der künftigen Lehrerinnen und Lehrer stärken wir das Berufsbild des Hauptschullehrers. Wenn diese Lehrerinnen und Lehrer in fünf Jahren zum Einsatz kommen, werden die Schulen die Chance haben, noch stärker individuelle Profile zu entwickeln", sagte Freller.


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