"Neubau dokumentiert die erfolgreiche Arbeit am Hochschulstandort Gießen"

Innenminister Volker Bouffier hat heute den Schlüssel für den 11,7 Millionen Euro teuren Forschungsbau für das Exzellenzcluster „Kardio-Pulmonales System“ übergeben. „Mit dieser Investition dokumentiert die Landesregierung den hohen Rang der hochschulmedizinischen Arbeit der Justus-Liebig-Universität Gießen.

08.12.2008 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Den Wissenschaftlern, die sich mit der Kombination von innovativer Grundlagenforschung mit präklinischen und klinischen Studien auf dem Gebiet der Herz- und Lungenerkrankungen beschäftigen, stehen mit dem Neubau rund 1.430 Quadratmeter mehr Hauptnutzfläche zur Verfügung“, so Bouffier bei der symbolischen Schlüsselübergabe. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich einschließlich der Ersteinrichtung auf 11,7 Millionen Euro.

„Hier ist durch eine schnelle Entscheidung des Landes ein Forschungsgebäude entstanden, das hervorragende Forschungsleistungen erlaubt und die Wettbewerbsfähigkeit der Justus-Liebig-Universität stärkt“, betonte Prof. Dr. Stefan Hormuth, Präsident der Universität Gießen. Staatsminister Bouffier wies auch darauf hin, dass der Neubau Teil des Hochschulbauprogramms HEUREKA sei, bei dem die Landesregierung bis 2020 drei Milliarden Euro in den Ausbau der zwölf hessischen Hochschulen investiere. „Durch HEUREKA werden sich die baulichen Bedingungen für die Naturwissenschaften, für die Medizin, für die Veterinärmedizin und für die Geisteswissenschaften der Justus-Liebig-Universität deutlich verbessern“, sagte der Minister. Insgesamt seien für den Universitätsstandort gemäß der vorliegenden Bedarfsplanung Projekte in der Größenordnung von zusammen rund 440 Millionen Euro vorgesehen.

Die Gießener Universität bekomme nicht nur das neue Gebäude für das Exzellenzcluster, sondern auch den gegenüber liegenden Neubau für das Biomedizinische Forschungszentrum (Gesamtkosten von etwa 90 Millionen Euro) und den Neubau für die Kleintier- und Vogelklinik im Bereich der Veterinärmedizin (50 Millionen Euro). In absehbarer Zeit beginne auch die konkrete Planung für den Neubau der Chemie im Bereich der Naturwissenschaften mit Gesamtkosten von rund 108 Millionen Euro. „All dies verdeutlicht die erfolgreiche Arbeit am Hochschulstandort Gießen“, sagte der Minister. Er erinnerte auch daran, dass die Rhön-Klinikum AG für das Universitätsklinikum am Standort Gießen bis Ende 2010 mindestens 170 Millionen Euro investiere.

Das Exzellenzcluster „Kardio-Pulmonales System“ – mit dem sich die Universität Gießen in der ersten Runde des Exzellenzwettbewerbs des Bundes und der Länder durchgesetzt hatte – ist eine Forschungsinitiative bei der an drei Standorten (Universitäten Gießen und Frankfurt am Main sowie Max-Planck-Institut für Herz und Lungenforschung in Bad Nauheim) eine Vielzahl Wissenschaftler beteiligt sind. Grundlegendes Prinzip ist die integrierte Forschung: Alle thematischen Projektbereiche werden organübergreifend (Aspekte der Herz- und Lungenforschung), standort- und disziplinübergreifend (Grundlagenforschung und klinische Forschung) bearbeitet, um ein Maximum an Synergie zu erreichen. Um diese Ziele zu gewährleisten, mussten für die neu eingeworbenen Professuren, für die Ausweitung der Forschungsaktivitäten der bestehenden Arbeitsgruppen und für die Unterbringung der Nachwuchsgruppen weitere Labor- und Funktionsflächen geschaffen werden. Obwohl der Baubeginn erst Ende März 2008 erfolgte, konnte das Gebäude bereits Anfang September fertig gestellt und in den vergangenen Wochen sukzessive bezogen werden. Diese kurze Realisierungszeit war nur dadurch möglich, dass der gesamte Forschungsbau als modularer Fertigbau errichtet wurde, und durch die effiziente Zusammenarbeit aller Beteiligten (Universität, Hessisches Baumanagement, Planungsbüros und Baufirmen).


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