Neue Bonusprogramme für die Universitäten und Fachhochschulen Bayerns

Die bayerischen Bonusprogramme zur Förderung der Auftragsforschung an den Universitäten und Fachhochschulen Bayerns sind neu ausgerichtet. Mit der Einführung der sog. "Forschungsprämie" auf Bundesebene im Februar 2007 hat der Bund das Ziel der bayerischen Bonusprogramme, Wissenschaftler zu motivieren, in verstärktem Maße Forschungs- und Entwicklungsaufträge für bayerische Unternehmen der privaten Wirtschaft durchzuführen sowie in anderen Projekten des Wissenstransfers mit Unternehmen der privaten Wirtschaft zusammenzuarbeiten und dadurch den Technologietransfer zu fördern, aufgegriffen und seinerseits umgesetzt.

27.07.2007 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Um eine Doppelförderung und Konkurrenz der Anträge zu vermeiden, richtet Bayern seine Bonusprogramme mit Wirkung vom 1. Juli 2007 als eigenständige bayerische Programme neu aus, so dass sie die "Forschungsprämie" des Bundes sinnvoll und umfassend ergänzen. Wissenschaftsminister Goppel: "Für bayerische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler steht damit ein Förderprogramm zur Verfügung, das für Fälle greift, bei denen das Bundesprogramm keine Förderungsmöglichkeit vorsieht."

Zukünftig werden daher mit den Bonusprogrammen Projekte gefördert, wenn

  • der Auftraggeber ein bayerisches Unternehmen mit mehr als 1000 Beschäftigten ist,
  • oder die Laufzeit des Projekts länger als zwei Jahre ist,
  • oder das Auftragsvolumen unter € 10.000,- (netto) liegt.

Im Bonusprogramm für die Fachhochschulen werden für die Einwerbung anwendungsbezogener Forschungs- und Entwicklungsaufträge nichtöffentlicher Auftraggeber Bonusprämien in Höhe von bis zu 20% des Nettoauftragswertes ausgeschüttet. Seit Beginn des Programms im Juli 1999 haben die Fachhochschulen Bonusprämien in Höhe von insgesamt 1,6 Mio. Euro erhalten. Dabei konnten ca. 93 Prozent der rund 1.100 gestellten Anträge positiv beschieden werden.

Seit dem Start des Bonusprogramms für die Universitäten im Jahr 1995 wurden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Rahmen des Bonusprogramms zur Förderung der Auftragsforschung an den bayerischen Universitäten Fördermittel in Höhe von rund 9,5 Mio. € bewilligt. Für die Einwerbung von Drittmitteln im Rahmen von anwendungsbezogenen Forschungsprojekten konnten Mitglieder der bayerischen Universitäten Erfolgsprämien in Höhe von bis zu 20% der eingeworbenen Drittmittel erhalten. In den vergangenen zwölf Jahren wurden aus dem Universitätsbereich über 1700 Anträge mit einer Projektsumme von über 80 Mio. Euro eingereicht. Über 85% aller eingereichten Anträge konnten positiv beschieden werden. Projektträger für das Bonusprogramm der Universitäten ist die Einrichtung FUTUR – Forschungs- Und Technologietransfer Universität Regensburg (www.uni-regensburg.de/Einrichtungen/FUTUR/html/bonusprogramm.html). FUTUR ist verantwortlich für die gesamte Abwicklung des Programms, d.h. die Beratung der Antragsteller, die Bearbeitung der Anträge sowie die Verwaltung der Mittel.


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