Neuer Höchstleistungsrechner an der Universität Karlsruhe eingeweiht

Einer der schnellsten Großrechner Deutschlands ist am 26. Februar in der Karlsruher Universität eingeweiht worden. "Mit dieser Investition werden die technischen Universitäten in Baden-Württemberg auch beim Höchstleistungsrechnen ihre Spitzenposition ausbauen", sagte Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg. Damit habe das Land weiterhin eine herausragende Infrastruktur für Wissenschaft und Forschung. Als Teil des Höchstleistungsrechnerkompetenzzentrums Baden-Württemberg stehe das System jetzt auch Anwendern aus allen Hochschulen des Landes zur Verfügung.

26.02.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Die Gesamtkosten der Investition an der Universität Karlsruhe belaufen sich auf insgesamt 57 Mio. Euro. Davon fallen allein 11,6 Mio. Euro auf die Anschaffung und Installation des Landeshöchstleistungsrechnerkomplexes. Die Kosten teilen sich je zur Hälfte das Land und der Bund.

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) werde von dem neuen Großrechner ebenfalls profitieren. Das KIT werde sein Spezial-Know-How zusammenbringen und den Fokus auf das Softwareentwicklungszentrum legen. "Das treibt die Forschung weiter voran", sagte Frankenberg. Der Landeshöchstleistungsrechner soll auf vielen Gebieten eingesetzt werden, wie beispielsweise in der Materialforschung, der Strömungsforschung, der Elementarteilchenphysik, der Klima- und Umweltforschung oder in den Lebenswissenschaften. "Nun können Probleme gelöst werden, die zuvor im Hinblick auf Komplexität und Genauigkeit als unlösbar galten."

Im Rahmen des internationalen Forschungszentrums "Europäische Organisation für Kernforschung" (CERN) in Genf ist das Forschungszentrum Karlsruhe als eines von zehn Datenzentren des kommenden "Large Hadron Collider" (LHC) ausgewählt worden, um die Messdaten zu sammeln und an die anderen Forschungseinrichtungen weiterzugeben.


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