NRW-Hochschulen: Zahl der Habilitationen gesunken

An den 18 nordrhein-westfälischen Hochschulen mit Habilitationsrecht haben im letzten Jahr 332 Personen ein Habilitationsverfahren erfolgreich abgeschlossen. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik mitteilt, war die Zahl der abgeschlossenen Habilitationen damit um zehn Prozent niedriger als 2006 (damals: 365 Habilitierte). Der Frauenanteil unter den neu Habilitierten lag 2007 bei 20,8 Prozent und hat sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert (2006: 20,3 Prozent). Der Ausländeranteil der neu Habilitierten stieg binnen Jahresfrist von 3,3 auf 4,5 Prozent.

13.06.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Information und Technik Nordrhein-Westfalen

Im letzten Jahr wurde fast die Hälfte (47,3 Prozent) der Habilitationen in der Fächergruppe Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften abgelegt, gefolgt von Sprach- und Kulturwissenschaften (20,2 Prozent) und Mathematik/Naturwissenschaften (16,9 Prozent). Das Durchschnittsalter der Habilitanden lag im Jahr 2007 bei 39,3 Jahren.

Die Habilitation ist das klassische Verfahren, mit dem die Wissenschaftler(innen) ihre Lehrbefähigung nachweisen und somit für Lebenszeitprofessuren berufungsfähig sind. Mit der Änderung des Hochschulrahmengesetzes im Jahre 2002 wurde mit der so genannten Juniorprofessur eine alternative Qualifizierungsform für Lebenszeitprofessuren geschaffen: Junge Wissenschaftler(innen) mit einer herausragenden Promotion können seitdem direkt unabhängig Forschung und Lehre an den Hochschulen betreiben und erlangen auf diese Weise die Berufungsfähigkeit. Nach ersten vorläufigen Ergebnisse gab es in NRW im Jahr 2007 insgesamt 86 Juniorprofessor(inn)en, dies waren fünf Personen mehr als im Vorjahr. (LDS NRW)


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